12.12.2019 10:39 |

Illegale Absprachen

voestalpine muss 65 Mio. Euro Kartellstrafe zahlen

Wegen jahrelanger illegaler Preisabsprachen bei Grobblechen hat das deutsche Kartellamt den Linzer Stahlkonzern voestalpine zu einer Strafe in der Höhe von 65,5 Millionen Euro verdonnert. Insgesamt brummte die Behörde dem oberösterreichischen Unternehmen und zwei weiteren deutschen Firmen Zahlungen von 646 Millionen Euro auf.

Neben der voestalpine wurden auch Bußgelder gegen die deutschen Firmen Ilsenburger Grobblech GmbH und die Thyssenkrupp Steel Europe AG sowie gegen drei verantwortliche Personen verhängt.

Der Linzer Konzern habe einem Vergleich mit den deutschen Kartellwächtern mit einem Bußgeld in Höhe von 65,5 Millionen Euro zugestimmt, hieß es. Teil des „Quartoblechkartells“ waren neben der voestalpine die Dillinger Hüttenwerke, Ilsenburger Grobblech und thyssenkrupp Steel Europe. „Ehemalige sowie die aktuellen Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG waren in diesen Sachverhalten weder involviert, noch hatten sie darüber Kenntnis“, betonte man am Donnerstag seitens des Unternehmens.

Schon mehrfach Strafen gezahlt
Die voestalpine hat mehr Erfahrung mit Kartellverfahren, als ihr lieb ist. Abgesehen von den Grobblechen hat die sie bereits für die Teilnahme an einem Schienenkartell 14,9 Millionen Euro plus Schadenswiedergutmachungen gezahlt. Für die Teilnahme an einem Spannstahlkartell wurden 7,5 Millionen Euro fällig.

Straffrei ging das Unternehmen dank Kronzeugenregelung in einem Edelstahlkartell aus. Eingestellt wurde ein Verfahren wegen Beteiligung an einem Autokartell.

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