20.11.2019 19:37 |

FIA-Untersuchung

Schummel-Verdacht: Geht’s Ferrari an den Kragen?

Die Fahrer-WM längst vergeigt, in der Konstrukteurswertung auch chancenlos und zudem droht im Team „offener Krieg“ zwischen den Piloten - die 2019er-Saison in der Formel 1 wird wohl keinen positiven Eingang in die Ferrari-Annalen finden. Als ob das nicht schon genug Frust und Ärger bedeuten würde, wurde nun vonseiten des Automobil-Weltverbandes FIA offenbar eine Konfiszierung des Benzin-Systems eines Boliden von Sebastian Vettel und Charles Leclerc veranlasst - wegen Schummel-Verdachts!

Rückblende: Beim Grand Prix der USA in Austin/Texas war erstmals nach sechs Rennen kein Ferrari von der Poleposition gestartet, die Speed-Vorteile, die die roten Renner seit Sommer gnadenlos ausspielen hatten können, waren wie weggeblasen - und das beim ersten Formel-1-Event, nachdem die FIA die Regularien den Benzin-Fluss betreffend präzisiert hatte. Das nährte sofort die Verdachtsmomente gegen Ferrari, wonach die Italiener eine Lücke im Paragrafen-Dschungel der Königsklasse des Motorsports ausgenutzt und sich damit zwischenzeitlich mehr Motor-Power verschafft hatten.

Nachdem Vettel und Leclerc nun - abseits ihrer Kollision miteinander - auch in Brasilien NICHT zu alter Stärke zurückgefunden hatten, will man vonseiten der FIA nun endgültig reinen Tisch machen und die überkochende Gerüchteküche zum Abkühlen bringen. Die Benzin-Systeme von drei Formel-1-Rennern wurden laut „auto, motor und sport“ nach dem Interlagos-GP konfisziert - darunter ein Ferrari-Wagen, einer eines Ferrari-Kundenteams und ein Nicht-Ferrari, zur besseren Vergleichbarkeit. Eine Untersuchung soll nun zeigen, ob Ferrari zwischenzeitlich getrickst hat oder nicht.

Eine richtige Maßnahme, wie TV-Experte und Ex-Fahrer Marc Surer gegenüber der „BILD“-Zeitung meint: „Den Ferrari zu untersuchen, ist das Beste, was die FIA jetzt machen kann. Sie müssen die Gerüchte abstellen. Das Thema darf nicht mit in die Winterpause gehen. Wenn sie etwas finden, hat Ferrari ein Problem …“

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