23.10.2019 18:35 |

Plan präsentiert

So soll sexuelle Gewalt an Kindern gestoppt werden

Immer wieder hört man von sexueller Gewalt in Jugendheimen und Internaten, zuletzt im Oktober vergangenen Jahres, als in einen Lehrlingshaus in Fürstenfeld ein 17-Jähriger sexuell misshandelt wurde. Landesrätin Ursula Lackner hat nun in Graz einen Leitfaden vorgestellt, mit dem solche Fälle an Jugendhäusern sinken sollen.

Zahlen, die schockieren: Fast jedes vierte österreichische Mädchen unter 16 Jahren hat bereits sexualisierte Gewalt erlebt, bei den Burschen ist es fast jeder Achte. 200.000 Kinder und Jugendliche sind in Österreich gesamt betroffen.

„Der Schutz vor sexualisierter Gewalt geht alle etwas an“, sagt Landesrätin Ursula Lackner. „Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen, das nicht tolerierbar ist.“ Was es braucht, ist Aufklärung und Wissen, damit es vielleicht gar nicht erst zu Übergriffen kommt, ist sich Yvonne Siedler sicher. Sie hat mit der Fachstelle Hazissa den Leitfaden mitentwickelt. „Prävention kann wirken. Gewalt ist kein Schicksal“, sagt sie.

Vieles zu Lernen
Ab nun werden nicht nur die Betreuer in Jugendstellen, sondern auch das gesamte Personal geschult. Der Leitfaden soll dabei helfen, im Ernstfall schnell handeln zu können. Wo liegen persönliche Grenzen? Und vor allem: Wie kann man eingreifen, wenn es einen Verdacht auf sexuelle Gewalt gibt?

Was Sie tun können
Vorbeugung: Über Grenzen und Sexualität sprechen, damit Kinder wissen, was „normal“ ist und sich nicht scheuen, darüber zu sprechen. Selbstbewusstsein aufbauen und informieren, wer im Falle Ansprechpartner ist.

Intervention: Zunächst genau zuhören und hinsehen. Hat ein Kind sein Verhalten verändert? Erzählt es von Gewalt? Kinder ernst nehmen, dokumentieren, dann Experten holen (z. B. Kinder- und Jugendanwaltschaft).

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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