18.10.2019 16:00 |

Aktionswoche

In Tiroler Großküchen„nix übrig für Verschwendung“

Sie sind, wie das Wort schon sagt, die Mittel zum Leben - und doch ist der Umgang damit bedenklich. Rund ein Drittel aller Lebensmittel gehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verloren. Alleine in Großküchen kommen in Österreich jährlich 61.000 Tonnen Lebensmittelabfälle zusammen. Das soll sich ändern.

Beobachten, analysieren, optimieren: Damit Großküchen, etwa in Krankenhäusern oder Betriebsrestaurants, ihre monatlichen Ausspeise- und Abfallmengen besser im Blick haben, gibt es seit zwei Jahren das Programm „Moneytor“ der Initiative „United against Waste“. 150 Großküchen österreichweit, zwölf davon aus Tirol, nehmen daran Teil und versuchen so, den Großküchenabfall zu reduzieren.

Verlustgrad wird erhoben
Die Notwendigkeit dessen, wird bei einem Blick auf die Zahlenklar: 61.000 Tonnen Lebensmittelabfälle entstehen jährlich in Österreichs Großküchen, das sind 2350 Müllsammelfahrzeuge - voll bis oben hin. Durch das Programm wird ein Verlustgrad erhoben - also entsorgte Lebensmittel im Verhältnis zur ausgegebenen Speisemenge - der je nach Küchenstandort mit einer Bandbreite von drei bis 48 Prozent variiert.

Vergleich und Ideenaustausch
Die Betriebe können sich anhand der evaluierten Zahlen vergleichen und gezielte Reduktionsmaßnahmen setzen. „Das ist auch ein Ansporn“, sagt etwa Andreas Kabela, Geschäftsführer der SV Österreich, die österreichweit 40.000 Mahlzeiten täglich zubereiten. „Man gerät in einen Wettbewerb, die Motivation sich weiter zu verbessern, steigt“, so Kabela. Auch die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) nehmen seit heuer an „Moneytor“ teil, versuchen aber schon seit vielen Jahren zu verwenden statt zu verschwenden.

Reduktion wichtig für Klima
„Wir haben ein EDV-Programm, das genau vorgibt, wie viel wir von welchen Lebensmitteln für die Portionsanzahl brauchen“, erklärt Koch Walter Schiestl vom Innsbrucker Menüservice. Zudem versuche man auch jene Lebensmittel zu verarbeiten, die für den Handel nicht hübsch genug sind. Was an Essensresten zurückkommt, wird von einer Firma zu Biogas verarbeitet. Unterstützung kommt auch aus der Politik, denn die Reduktion von Lebensmittabfall sei ein wichtiger Hebel für die Klimaschutzbemühungen des Landes.

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