17.10.2019 05:48 |

Ärger bei ÖSV-Stars

FIS-Kalender: „Athleten haben nichts zu melden“

Heillos überfrachtet und noch dazu unfair! Das ist die Meinung der Ski-Stars zum Weltcup-Kalender. Der - inklusive eines Teambewerbs - 45 (!) Herren-Rennen beinhaltet. „Da braucht sich keiner zu wundern, wenn sich ein Allrounder wie Marco Schwarz das Kreuzband reißt“, findet Manuel Feller klare Worte in Richtung des Weltverbands FIS. „Wir Athleten haben bei der FIS nichts zu melden“, so Vincent Kriechmayr.

Im Kampf um den ersten Gesamtweltcup-Sieg nach der Ära von Marcel Hirscher wird von einigen Experten auch den Speed-Läufern eine realistische Chance eingeräumt. Doch die winken ab, verweisen auf die Rennverteilung. „Die passt nach wie vor nicht“, weiß Hannes Reichelt, der jahrelang als Athletensprecher gegen die FIS-Betonwände lief.

Sein Nachfolger ist jetzt der Schweizer Daniel Yule. Die Zahlen: Den Technikern stehen mit zwölf Slaloms, neun Riesentorläufen, zwei Parallel-Events und drei Kombis 26 Bewerbe ins Haus, die Speed-Piloten kommen neben den Kombis (in denen sie aufgrund des neuen Reglements mehr Chancen haben sollten) mit zehn Abfahrten und acht Super-Gs auf 21 Rennen.

Auch Vincent Kriechmayr zuckt nur mit den Schultern. „Wir Athleten haben bei der FIS nichts zu melden, sie haben kein Gehör für uns.“ Vor zwei Jahren hatten sich die Top-30-Abfahrer zusammengesetzt, angeführt von Aksel-Lund Svindal Ideen entwickelt, um den Sport attraktiver und sicherer zu machen. Die Folge? „Die FIS hat die Vorschläge abgeschmettert.“

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Wir Athleten haben bei der FIS nichts zu melden, sie haben kein Gehör für uns.

Vincent Kriechmayr

Es gibt auch gute Nachrichten für Kriechmayr & Co.: bei der 80. Auflage der Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel geht es im Jänner ums Rekord-Preisgeld von 725.000 Euro! Die Sieger in Abfahrt und Slalom kassieren jeweils 100.000 Euro.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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