15.10.2019 09:00 |

E-Mail-Abzocke

Thomas-Cook-Pleite zieht nun dreiste Gauner an

Erst platzte womöglich ihr Traumurlaub, dann werden sie auch noch Opfer von Betrügern: Kunden des in die Insolvenz geschlitterten Reiseveranstalters Thomas Cook können einem regelrecht leidtun. Betrüger versuchen nun nämlich mit gefälschten E-Mails an sensible Daten zu kommen ...

Die Insolvenz von Thomas Cook ist momentan in aller Munde und daher offensichtlich auch ein gefundenes Fressen für Internet-Kriminelle, die enttäuschten Urlaubern das Geld aus der Tasche ziehen und sensible Daten entlocken wollen. Auch bei mehreren Tirolern versuchten die gewieften Gauner derzeit vermehrt ihr Glück. Bei ihnen flatterte in den vergangenen Tagen ein auf den ersten Blick erfreuliches E-Mail ins Online-Postfach. In der Nachricht wird Kunden von Thomas Cook vorgegaukelt, dass sie Geld für ihre ins Wasser gefallenen Reise zurückerhalten würden. In den so genannten Phishing-Mails der Betrüger werden die Empfänger dazu aufgefordert, unter anderem Kreditkartendaten und Ausweise zu übermitteln. Die verschickten E-Mails schauen aus wie offizielle Nachrichten des Reiseunternehmens – sind es aber leider nicht.

Reiseanbieter warnt auf Homepage vor Betrug
Auch der Reisekonzern selbst warnt bereits vor der dreisten Betrugsmasche und distanziert sich von den Nachrichten. „Derzeit gibt es eine böse E-Mail-Betrugsmasche: Diese E-Mail ist als offizielle Nachricht von Thomas Cook deklariert mit dem Betreff: ,Wichtig: Erstattung Ihrer Thomas Cook-Reise.‘ Darin werden sensible Daten abgefragt, beispielsweise Pass- und Kreditkartendaten“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. „Thomas Cook hat zu keiner Zeit E-Mails dieser Art an Kunden verschickt. Bitte ignorieren und löschen Sie die Mails.“

Kriminelle verwenden Daten für Verbrechen
Die Nachrichten verfolgen einzig und allein den Zweck, Daten zu stehlen. „Die ergaunerten Informationen können dann für weitere Verbrechen im Namen der Opfer genützt werden“, wissen Computer-Fachleute und Experten der Polizei. Doch was sollte man tun, wenn man bereits Opfer der Betrugsmasche geworden ist? „Wer seine Daten bereits bekanntgegeben hat, setzt sich am besten umgehend mit dem eigenen Kreditkartenanbieter in Verbindung und schildert die Geschehnisse“, raten auch diverse Bankinstitute. Vermutlich ist eine Sperre der Karte notwendig. Außerdem sollte man bei der Polizei Anzeige erstatten - insbesondere dann, wenn auch Ausweisdokumente gestohlen wurden.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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