13.10.2019 08:00 |

Fest in Innsbruck

Kaiserlicher Abschluss, feierlicher Anfang

Ein Tiroler im Herzen, ein Europäer im Geiste: Ganz im Zeichen von Kaiser Maximilian wurde am Samstag der Abschluss seines Jahres gefeiert - der gleichzeitig der Beginn von Neuem war. 35.000 Besucher kamen zu den Feierlichkeiten in Innsbruck.

Die engen Gassen der Altstadt sprudeln, Menschen wohin das Auge reicht: Spaziergänger, Zuschauer – Schausteller. Farbenfrohe Kostüme leuchten aus der Masse, prächtige Fahnen schwingen über den Köpfen. Touristen staunen – Blicke zwischen Begeisterung und Verwunderung gehen hin und her. Doch nein, auch wenn Tirol traditionsreich ist, so einen Auflauf wie gestern, das gibt es auch hier nicht alle Tage.

Trentino, Südtirol, Tirol – mehr als ein Symbol
„Einen Feiertag“, nannte Landeshauptmann Günther Platter den Abschluss des Maximilianjahres, der die Innsbrucker Altstadt gestern in viele bunte Farben tauchte. „Und wo ein Ende, da ein Anfang“, ergänzten die Moderatoren Sabine Amhof und Benny Hörtnagl auf der großen Bühne vor der Hofburg. Denn das kaiserliche Abschlussfest war auch der Beginn der Euregio-Präsidentschaft von Günther Platter, der das Amt von seinem Südtiroler Kollegen Arno Kompatscher übernahm.

„Kaiser Maximilian war ein Tiroler im Herzen und ein Europäer im Geiste – passend dazu haben wir die beiden Festlichkeiten zusammengelegt, um diesem Motto zu entsprechen und mit der Bevölkerung gemeinsam zu feiern“, sagte der neue Euregio-Präsident Platter und das Kaiserwetter gab ihm Recht.

Musik tönte aus allen Richtungen. Marsch im Gleichschritt, die Lanzen stolz erhoben. Vor der Hofburg wurde die „Landshuter Hochzeit“ gefeiert – ein historisches Spiel. Rund 120 Männer und Frauen reisten dafür aus Bayern an, die stolz erhobenen Häupter steckten in edlen Kostümen.

Seinen Ursprung nimmt das Spiel im Jahr 1475, als die polnische Königstochter Hedwig und der Landshuter Herzogssohn Georg sich das Jawort gaben. Fürste und Bischöfe, Adelige und Musikanten feierten damals eine Hochzeit, die bis heute bewegt. Unter den Gästen, ein Jüngling knapp 16 oder 17 Jahr: der spätere Kaiser Maximilian – und so schließt sich der Kreis. Viele, viele Jahre später fallen Golddukaten von der Bühne in der Innsbrucker Altstadt in die Menge, das Goldene Dachl glänzt im Sonnenschein. Alles Ende ist ein Anfang.

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