11.10.2019 18:34 |

20 Jahre Frauenpower

1999: Erste Frau als Sanitäterin bei Berufsrettung

Auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, als die erste Frau als Sanitäterin bei der Wiener Berufsrettung ihren Dienst antrat. Wahrlich kein leichtes Unterfangen, galt der Beruf im Rettungsdienst bis zu diesem Zeitpunkt als Domäne der Männer, nicht zuletzt aufgrund der körperlichen und auch seelischen Belastungen, die er mit sich bringt. Doch der Weg war geebnet - für zahlreiche weitere Frauen, die sich seither dem Dienst an der Allgemeinheit verschrieben haben.

Gegen 356 Sanitäter galt es sich im Jahr 1999 durchzusetzen. Der Rettungsdienstberuf, bislang lediglich den Männern vorbehalten - inklusive Vorurteile.

„Was machen Frauen da bei uns?“
Doch allen Widrigkeiten zum Trotz kam bereits wenige Wochen später erste weibliche Verstärkung hinzu. Auch Ursula Pürk hatte Feuer gefangen, wollte helfen, wo Hilfe benötigt wird. Doch es war kein leichter Kampf für die zweite Sanitäterin in der Geschichte der Wiener Berufsrettung, wie sie berichtet, die Meinungen über Frauen in dieser Berufssparte - zwiegespalten. Manche seien erfreut gewesen, „andere waren nicht so erfreut, weil die gemeint haben: Was machen Frauen da bei uns? Die können doch damit nicht umgehen‘“, so Pürk. Etwa in Hinblick auf die körperliche Belastung, etwa Patienten zu transportieren und dergleichen.

Doch schon bald sollten Pürks Kollegen erkennen, dass auch Frauen für den Beruf mehr als geeignet sind. „Sie haben dann auch gemeint: ‚Es ist doch gut, wenn wir auch Frauen dahaben im Team, die auch ein bisserl mehr Feingefühl haben‘“, erzählt Pürk. Gerade im Umgang mit Patienten wurde das als Gewinn gesehen.

5,5 Prozent der Mitarbeiter im Fahrdienst weiblich
Der Weg war in der Folge frei für Frauen im Sanitätsberuf. Getan hat sich seither viel, wie die Sprecherin der Wiener Berufsrettung, Corina Had, berichtet. „Frauen sind im Beruf akzeptiert und werden im Team als wichtige Ressource gesehen“, erklärt Had. „Derzeit sind rund 5,5 Prozent der Mitarbeiter im Fahrdienst der Berufsrettung Wien Frauen. Tendenz steigend.“

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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