02.10.2019 20:39 |

China-Knaller

Thiem: „Geil, gegen so eine Legende zu spielen“

Dominic Thiem war nach seinem neuerlich Zwei-Satz-Sieg gegen den chinesischen Qualifikanten Zhang Zhizhen in Peking guter Dinge. „Es war heute wieder eine sehr gute Leistung. Ich habe mich gestern schon recht gut gefühlt auf dem Platz und habe das heute fortgesetzt“, erinnerte er an seinen glatten Sieg über Richard Gasquet zum Auftakt. Doch nun wartet ein echter Superstar.

„Der Gegner hat sehr gut gespielt und hat echt viel Potenzial, würde ich sagen. Von dem her war auch eine gute Leistung nötig, dass das Ergebnis im Endeffekt so ausgefallen ist.“ Thiem hat damit in Peking ein bisschen den Turnaround geschafft, immerhin war er bei den ersten beiden Auftritten jeweils in der ersten Runde ausgeschieden.

„Ich habe 2015 gegen (John) Isner verloren und 2016 gegen Sascha Zverev. Gegen die kann man immer verlieren. Dieses Jahr bin ich richtig frisch hergekommen“, fand Thiem mehrere Gründe für die Trendwende. Er habe seit Cincinnati „tennismäßig ein bisserl eine schwere Zeit“ gehabt.

Doch ab dem Laver Cup sei er wieder in Form gekommen. „Ich bin mit gutem Selbstvertrauen in die erste Runde reingegangen und habe das auch gut umgesetzt. So ein glatter Sieg gegen einen Spieler wie Gasquet gibt einem noch einmal einen Push und den habe ich heute fortgesetzt. Ich hoffe, dass es am Freitag so weitergeht.“

Am Freitag geht es gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Murray, der nach erfolgreicher Hüft-Operation sein bisher bestes Turnier spielt. „Es ist immer geil, gegen so eine Legende zu spielen. Er ist sicher einer der besten Tennisspieler aller Zeiten. Er hat in der Ära der drei Besten unglaublich mitgehalten und sehr viele Titel gewonnen“, zollte Thiem dem Schotten Respekt.

Er freute sich, dass Murray, der im vergangenen Jänner bei den Australian Open noch einen Rücktritt wegen seiner Hüfte avisiert hatte, wieder auf der Tour ist. „Das Allerbeste ist, dass er wieder fit und zurück ist. Ich habe ihn gegen Berrettini gesehen, der steht auf 13, und er hat ihn geschlagen“, hat Thiem Murrays Erstrunden-Erfolg gegen den als Nummer 8 gesetzten Italiener mitbekommen.

„Er ist wahrscheinlich nicht in ganz alter Stärke zurück, aber am Weg dorthin, bewegt sich wieder unglaublich gut und von dem her wird es schwer“, wird Thiem Murray keinesfalls unterschätzen. Aber ich freue mich, das sind Matches, für die man das ganze Jahr trainiert, auf die man sich richtig freut. Nichtsdestotrotz will ich es ihm so schwer wie möglich machen und so gut weiterspielen, wie ich es die ersten zwei Runden gemacht habe."

krone Sport
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