22.09.2019 06:30 |

Aufruf zur Beobachtung

Schutz für die Kirchturmtiere

Wenn der natürliche Lebensraum verloren geht, siedeln sich Tiere gerne in von Menschen geschaffenen Unterschlüpfen an. Bei Höhlenbewohnern wie Fledermäusen und Turmfalken sind Kirchtürme sehr beliebt. Nach Renovierungen werden diese aber oft unbewohnbar. Der Naturschutzbund bittet zum Monitoring.

Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit sowie BirdLife Österreich hat der Naturschutzbund auf der Plattform www.naturbeobachtung.at und über die Gratis-App naturbeobachtung.at Möglichkeiten geschaffen, aktuelle Beobachtungen zu melden.

Projektleiter Gernot Neuwirth bitte um Unterstützung: „Laute Kirchenglocken stören die Tiere kein bisschen, doch verschlossene Kirchturmfenster machen ihnen das Leben schwer. Bei Renovierungen werden oft aus Unwissenheit viele Nischen und Einflugöffnungen geschlossen oder zumindest vergittert; das geschieht meist zur Abwehr von Tauben.“

Turmfalken, Dohlen, Mauersegler und Fledermäuse sind bedrohte Arten, die dort neuen Wohnraum gefunden haben. Neuwirth: „Manchmal leben sie in Türmen nur über den Sommer, um ihre Jungen aufzuziehen; manchmal werden die Gebäude von ihnen aber ganzjährig benutzt.“

Um Maßnahmen setzen zu können, diese Tiere zu schützen, sollen Interessierte ihren Blick nach oben lenken, die Türme beobachten und melden, wer dort ein- und ausfliegt.

Die Citizen-Science-Plattform wurde 2006 eingerichtet. Der Naturschutzbund bietet dort Hilfe auch beim Bestimmen von Arten.

Serina Babka
Serina Babka
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