Mühlviertler Freunde

Seit vier Jahren ohne jede Spur verschwunden

Am 12. September werden zwei Mühlviertler Familien ein trauriges Jubiläum begehen müssen: Seit genau diesem Tag im Jahr 2015 sind ein 27-Jähriger aus Zwettl an der Rodl und sein gleichaltriger Freund aus Waxenberg wie vom Erdboden verschluckt. Auch „Cold Case“-Ermittler des Bundeskriminalamts sind ratlos.

„Nein, es gibt nichts Neues“ – Ernestine Leitner aus Waxenberg klingt resigniert, wenn man sie nach dem Verbleib ihres Sohnes Andreas Leitner fragt. Der damals 27-Jährige war, wie berichtet, am 12. September mit seinem Freund Maximilian Baumgartner aus Zwettl an der Rodl in einem uralten Citroën BX Richtung Tschechien gefahren. In Bad Leonfelden wurden sie um 2.30 Uhr früh bei einem Kreisverkehr von einer Verkehrskamera gefilmt.

Moldau-Stausee abgetaucht
Ein Zeuge will das Duo gegen vier Uhr früh im Grenzort Vyšší Brod gesehen haben. Die oö. Polizei nahm den mysteriösen Fall schnell ernst. Schließlich wurde sogar der Moldau-Stausee von Tauchern abgesucht, weil vermutet wurde, dass die beiden Verschwundenen bei einem Unfall in das Gewässer gestürzt sein könnten.

„Nichts herausgefunden“
„Es ist sicher einer der schwierigsten Fälle der letzten Jahre“, sagt Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamts OÖ, und: „Wir haben im Prinzip nichts herausgefunden. Theoretisch ist alles möglich. Aber wir befürchten schon, dass ein Verbrechen begangen wurde.“ Inzwischen gibt es im Grenzraum wieder neue Gerüchte und Theorien.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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