29.08.2019 08:00 |

„Welcome Service“

Tirol legt Spitzenkräften den roten Teppich aus

An welchen Rädern muss gedreht werden, um den akuten Mangel von derzeit rund 4000 Fachkräften in Tirol zu beheben? Land, WK Tirol, Industrie und Hochschulkonferenz stellten das „Welcome Service Tirol“ vor – eine Stelle, die zugezogenen Spitzenkräften und ihren Familien das veränderte Leben erleichtern soll.
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Der indische IT-Spezialist hat sich beim großen Tiroler Industrieunternehmen vermutlich recht schnell eingelebt. Doch wo findet sich schnell eine Wohnung? Welche Schule sollen die beiden Kinder besuchen? Welcher Arzt ist geeignet für die Gattin, die eine spezielle Behandlung benötigt? Wo gibt es Deutschkurse? Diese und viele andere Fragen sind für Neuankömmlinge nicht leicht zu beantworten. „Es geht beim ,Welcome Service‘ darum, ein professionelles Netzwerk anzubieten, das in allen Lebenslagen behilflich ist, damit sich internationale Spitzenleute bei uns wohl fühlen“, erläuterte Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf. Klar ist: Mit dem ausgetrockneten heimischen Arbeitsmarkt werden die 4000 fehlenden Fachkräfte nicht zu besetzen sein, der Blick ins Ausland ist nötig.

Vier Partner im Boot
Projektpartner sind das Land, die Tiroler Wirtschaftskammer, die Industriellenvereinigung und die Hochschulkonferenz. Bis 31. August 2022 wird das Projekt mit 360.000 Euro gefördert. Das Land Tirol übernimmt die Hälfte der Kosten, die übrigen 180.000 Euro werden von den drei weiteren Projektpartnern zu gleichen Teilen getragen.

Auch Partner und Kinder für Tirol begeistern
Christoph Walser, Präsident der WK Tirol: „Wir erwarten uns, dass der Arbeitsplatz Tirol damit seine Attraktivität international gut vermarktet und die Kinder und Partner der Fachkräfte ebenfalls Interesse am Lebensraum Tirol finden.“ Auch IV-Geschäftsführer Eugen Stark sieht die Attraktivität für Schlüsselkräfte als zentrale Standortfrage für unser Land. Das neue Service unterstützt nicht zuletzt mittlere Unternehmen, die wenig Ressourcen für die Alltags-Unterstützung neuer Mitarbeiter haben.

Uni muss um die besten Köpfe kämpfen
Mit im Boot ist auch die Universität, die ebenfalls im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe steht. „Viele unserer neuberufenen Hochschullehrer können quasi überall auf der Welt arbeiten, häufig entscheiden sie sich für den Standort, an dem sie und ihre Familien das beste Gesamtpaket vorfinden“, weiß Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Medizinischen Universität. Das „Welcome Service Tirol“ nimmt mit 1. September seine Tätigkeit auf und ist bei der Standortagentur Tirol (Ing.-Etzel-Straße in Innsbruck) angesiedelt.

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