Rapid-Arzt verrät:

„Strebinger wollte im Reflex sogar weiterspielen“

Rapid-Keeper Richard Strebinger war nach dem bösen Zusammenstoß mit Salzburgs Minamino nur „halb bei Bewusstsein“. Der grün-weiße Goalie erlitt eine Gehirnerschütterung, wurde am Samstag aus dem Spital entlassen. Jetzt überwacht Klub-Arzt Balzer das Comeback. Im Video oben sehen Sie das schlimme Schock-K.o..

„Wenn man bedenkt, wie wild das ausgesehen hat, ist es letztlich noch positiv ausgegangen.“ Am Samstag konnte Rapids Klub-Arzt Dr. Thomas Balzer bei Richard Strebinger Entwarnung geben. Bereits am Vormittag konnte der Goalie-Hüne aus dem Spital entlassen werden, der 26-Jährige erlitt “nur" eine Gehirnerschütterung.

Das hätte schlimmer ausgehen können. Denn Salzburgs Minamino erwischte Strebinger unglücklich mit dem Knie mit voller Wucht am Kopf. Balzer eilte sofort auf den Rasen, schildert den Schock-Moment in der 35. Minute: „Richi war zwar ansprechbar, aber nur halb bei Bewusstsein. Im Reflex wollte er sogar weiterspielen. So tickt er. Aber das war natürlich nicht realistisch.“

„Eine Katastrophe“
Auch seine Mitspieler waren von den bangen Minuten, als Strebinger regungslos auf dem Rasen lag, gezeichnet - Schick: „Es war eine Katastrophe, du weißt ja nicht, wie es ihm geht.“

Im Spital wurde der zweifache Familienvater durchgecheckt, konnten Knochenbrüche ausgeschlossen werden. „Ihm geht es den Umständen entsprechend gut“, verrät Balzer. Der jetzt auch seinen Comeback-Plan medizinisch „überwachen“ wird: „Vorerst ist körperliche Belastung verboten. Dann wird er Schritt für Schritt aufgebaut. Wenn er den Kopf spürt, wird sofort pausiert, beginnt man wieder bei null.“ Daher ist eine Prognose unmöglich

Helm als Rettung?
Ob sein Schutz-Helm Strebinger vor Schlimmeren gerettet hat, ist nur Spekulation. „Vor einer Gehirnerschütterung hätte ihn bei so einem Zusammenstoß aber wohl nur ein Motorradhelm bewahrt“, sagt Balzer.

Klar ist nur, dass den Pechvogel jetzt Tobias Knoflach im Rapid-Tor ersetzt. Er war in Hütteldorf ja auch schon einmal der „Einser“.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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