15.07.2019 10:59 |

„Für die Tonne“

Greenpeace protestiert gegen Retouren-Vernichtung

Aus Protest gegen die Vernichtung neuwertiger Waren haben Montagfrüh rund 40 Greenpeace-Aktivisten beim Online-Händler Amazon in Deutschland demonstriert. Sie waren am Vorabend auf das Dach eines Logistikzentrums bei Hamburg geklettert, um aus Versandkartons den 27 Meter langen Schriftzug „Für die Tonne“ zu errichten.

Polizisten seien im Einsatz, um eine „kooperative Lösung“ zu finden und die Lage zu beobachten. Der Betrieb sei aber nicht eingeschränkt, es habe keine Auseinandersetzungen gegeben, teilte die Polizei mit.

Anlass für den Protest sei der „Prime Day“ am Montag und Dienstag mit Sonderangeboten für Amazon-Kunden, sagte Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace. „Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen.“

„Schlag ins Gesicht für den Klimaschutz“
Nach Angaben von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf.
„Jeden Tag werden bei Amazon Tausende neuwertiger Waren zerstört. Das ist ein Skandal“, so Wohlgemuth. Die Wegwerfmentalität der Versandhändler sei ein Schlag ins Gesicht für den Klimaschutz. In jedem einzelnen sinnlos zerstörten Produkt steckten wertvolle Ressourcen.

Amazon will rechtliche Schritte prüfen
Der Online-Händler teilte mit, rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Aktion zu prüfen. Diese Art von Protest sei illegal und gefährde unnötig alle Beteiligten und Mitarbeiter. Nach Wohlgemuths Worten planen die Aktivisten, während der „Prime Days“ auf dem Dach zu bleiben und weiter zu protestieren.

 krone.at
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