07.07.2019 17:00 |

145 Anzeigen

Electric Love: Die Polizei zieht Bilanz

Eine Vergewaltigung, 13 Körperverletzungen, ein dreister Security-Mitarbeiter und jede Menge Drogen – die Salzburger Polizei zieht Bilanz aus ihren Einsätzen am Electric Love-Festival am Salzburgring. 

Drei Tage lang feierten rund 180.000 Elektromusik-Fans am Salzburgring. Dabei gab es mehrere Zwischenfälle: Neben Drogenmissbrauch und Handgreiflichkeiten wurde auch ein Mitarbeiter des Festivals angezeigt. Der 26-jährige Security-Angestellte steht im Verdacht, Geld von verloren gegangenen Guthabenkarten auf sein eigenes Konto gebucht zu haben. Er wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Insgesamt gab es 145 Anzeigen bei der Polizei. Davon 64 Straftaten: überwiegend Diebstähle, aber auch Einbrüche, Sachbeschädigungen und Urkundenunterdrückung.

Auch ein Sexualdelikt wurde angezeigt: Eine 15-Jährige ist in der Nacht auf Sonntag von einem noch Unbekannten vergewaltigt worden. Das Mädchen gab an, von dem etwa 30 Jahre alten Mann unter einem Vorwand in ein Zelt am Campingplatz des Veranstaltungsgeländes gelockt worden zu sein. Dort soll er sich an ihr vergangen haben, berichtete die Polizei. Die Einheimische wurde vom Roten Kreuz vor Ort betreut und zur ärztlichen Versorgung in das Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert. Das Landeskriminalamt hat die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet.

Die meisten Anzeigen gab es nach dem Suchtmittelgesetz: Die Polizei führte zahlreiche Durchsuchungen durch und fand dabei verschiedenste Drogen, von Cannabis über Kokain bis hin zu Methamphetamin. 65 Personen wurden wegen Drogenbesitz bzw. Konsum angezeigt.

Dazu kommen noch 13 Anzeigen wegen Körperverletzung, eine Anzeige wegen aggressiven Verhaltens und ein Verkehrsunfall. Bei der Abreise musste außerdem ein Festivalbesucher seinen Führerschein abgeben. Er ist betrunken mit dem Auto gefahren.

 krone.at
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