Schiris in der Kritik

Wieder kein Titel! Messi nach Copa-Aus stinksauer

Das mit Spannung erwartete Halbfinale der Copa America zwischen Brasilien und Argentinien liefert auch nach dem Ende der Partie noch viel Gesprächsstoff. Die „Selecao“ setzte sich in Belo Horizonte mit 2:0 durch, beendete somit Lionel Messis Traum von einem Titel mit der Nationalmannschaft. Dem Superstar platzte nach dem bitteren Aus der Kragen.

Vor allem eine Szene erhitzte die Gemüter. Die Argentinier protestierten heftig nach dem zweiten Brasilien-Treffer, weil sie vor dem Konter ein Foul an Messi im gegnerischen Strafraum gesehen haben wollten. Auch auf der Tribüne gerieten die Fans der beiden Teams aneinander, die Polizei musste sogar dazwischen gehen.

„Sie sammelten saublöde Handspiele, pfiffen schwachsinnige Fouls, idiotische Elfmeter und heute bleibt der VAR stumm“, schimpfte Messi nach dem Spiel über die Leistung der Schiedsrichter.

Messi will zwei Elfmeter
Bei zwei strittigen Szenen im Strafraum der Brasilianer griff der VAR zudem nicht ein. „Ich denke, dass es zwei Elfmeter hätte geben müssen, die nicht gepfiffen wurden“, stellte Messi nach der Partie klar. Der wütende Superstar forderte Konsequenzen: „Ich hoffe, dass Conmebol etwas unternimmt!“

Rücktritt kein Thema
Nach dem neuerlichen Aus im Rennen um seinen ersten Titel mit Argentinien wischte er Rücktrittsgerüchte weg. Er werde der Mannschaft weiterhin helfen, betonte der Barcelona-Star. „Am Horizont zeichnet sich etwas Neues ab“, sagte Messi mit Blick auf die neu formierte „Albiceleste“. Die verjüngte Mannschaft habe bei der Copa zu gefallen gewusst, hielt der 32-Jährige fest. „Ich hoffe, dass wir mit Respekt behandelt und nicht kritisiert werden. Sie sollen diese Mannschaft wachsen lassen“, forderte Messi von der Öffentlichkeit Geduld ein. „Ich komme mit diesem Team sehr gut aus, und wenn ich irgendwie helfen kann, werde ich das tun. Wenn ich weiter Teil davon bin, werde ich das machen“, erklärte der fünffache Weltfußballer.

War Messi nach der Niederlage im Copa-Finale 2016 aus der Nationalelf zurückgetreten und erst vor der WM 2018 zurückgekehrt, ließ der Starstürmer durchblicken, dass er Teamchef Lionel Scaloni nun weiter zur Verfügung stehe. Dass Südamerikas Kontinentalturnier 2020 in Argentinien und Kolumbien stattfindet, dürfte dabei ein Faktor sein. Bei der WM 2022 in Katar wäre Messi bereits 35 Jahre alt.

Gegen Brasilien zeigte er die beste Leistung im Turnierverlauf. Das neuerliche Scheitern wird dennoch an ihm nagen. 29 Titel hat Messi mit Barcelona gewonnen, mit Argentinien steht weiter nur der Olympiasieg 2008 zu Buche. In neun Turnierantritten mit dem zweifachen Weltmeister hat er zwar viermal das Finale erreicht, aber niemals eines gewonnen. In Argentinien wird wieder Kritik aufkommen, dass Messi eine durchschnittliche argentinische Mannschaft anders als Diego Maradona nicht auf ein höheres Level heben könne.

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Dienstag, 02. Juni 2020
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