29.06.2019 11:46 |

1000 Miner konfisziert

Stromfresser: Iran macht große Bitcoin-Minen dicht

Weil das Energieministerium im Juni einen um sieben Prozent angestiegenen Energieverbrauch festgestellt hat, haben iranische Behörden eine Aktion scharf gegen Bitcoin-Erzeuger eingeleitet. Dabei wurden zwei Bitcoin-Minen mit einem Verbrauch von einem Megawatt dichtgemacht und 1000 Schürfrechner beschlagnahmt. Der Bitcoin-Boom im Iran gilt als direkte Folge ausländischer Wirtschaftssanktionen.

„Jeder redet derzeit über den Bitcoin und wie man ihn bekommt“, sagt Mahsa Alimardani, ein britischer Forscher mit persischen Wurzeln, zur BBC. Angesichts der Wirtschaftssanktionen, die von den USA im schwelenden Atomstreit über den Iran verhängt wurden, sei das Volk auf der Suche nach Möglichkeiten der Geldanlage. Und neben Gold und dem US-Dollar sei in letzter Zeit auch Kryptogeld wie der Bitcoin eine für viele Menschen attraktive Option.

Perser sehen Bitcoin als Geldanlage
Die Folge: Im Iran schürfen immer mehr Menschen das digitale Geld - und treiben damit den Stromverbrauch in die Höhe, laut Messung des Energieministeriums allein im Juni um sieben Prozent. Das sorgt für Probleme wie Stromausfälle. Um den Stromverbrauch einzudämmen, fahndet Teheran nun nach Bitcoin-Minen - mit ersten Erfolgen.

Laut staatlichen Medien habe man zwei frühere Fabrikshallen ausgemacht, in denen Bitcoin-Minen mit insgesamt 1000 sogenannten Mining-Rechnern betrieben wurden. Die speziell für die rechenintensive Erzeugung der Kryptowährung entwickelten Rechner wurden beschlagnahmt. Arash Navab, ein Beamter des Energieministeriums, im Staatsfernsehen: „Wir haben zwei Bitcoin-Farmen identifiziert, die einen Energieverbrauch von einem Megawatt hatten.“

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