23.06.2019 13:32 |

Trotz Protesten

Georgien sieht keine Gefahr für Touristen

Im Streit mit Russland sieht die frühere Sowjetrepublik Georgien keine Gefahr für Touristen aus dem Nachbarland. Besucher aus dem Ausland seien keiner Bedrohung ausgesetzt gewesen. Das gelte auch für russische Gäste und Journalisten.

Nach den Massenprotesten blieben die Behörden in Alarmbereitschaft, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten, so die Hauptstadt Tiflis. Tausende Menschen hatten am Donnerstag versucht, das Parlament zu stürmen, rund 240 Menschen wurden verletzt.

Russische Delegation als Auslöser
Die Demonstrationen in der Südkaukasus-Republik mit ihren rund 3,7 Millionen Einwohnern werden von der Opposition organisiert.

Auslöser war die Anwesenheit einer russischen Delegation bei einem Forum im Parlament. Es kam zu Ausschreitungen mit vielen Verletzten und Festnahmen, Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Eine weitere große Kundgebung am Freitagabend blieb friedlich.

Moskau beklagte nach den Protesten eine russlandfeindliche Stimmung und verbot georgischen Fluggesellschaften, nach Russland zu fliegen.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind höchst angespannt. Es gibt keine diplomatischen Beziehungen mehr. 2008 führten Russland und Georgien einen kurzen Krieg gegeneinander.

Viele Menschen haben die Sorge, dass Moskau mehr Einfluss in Georgien nehmen könnte.

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