20.06.2019 07:00 |

Widerstand in Stanz

Bürger sollen über neue Windparks abstimmen

Um die Klimaziele zu erreichen, muss die Steiermark die Windkraft ausbauen. Ein Investitionsprogramm soll in Kürze beschlossen werden - doch der Widerstand in den betroffenen Regionen nimmt zu. In Stanz befürchtet man künftig bis zu 35 Windräder. Nun geht man in die Offensive und wird eine Volksbefragung durchführen.

Neun Windräder sind am Hochpürschtling in Betrieb, fünf weitere werden gerade am Fürstkogel gebaut. Und für neun Anlagen auf der Handalm läuft das Genehmigungsverfahren. Macht in Summe 23 Windräder. Um Stanz werden aber, so sieht es das neue Sachprogramm des Landes vor, weitere Vorrangzonen geschaffen. Die Stanzer befürchten künftig zumindest 35 Windräder.

„Soziale Frieden gefährdet“
Bürgermeister Fritz Pichler ist verärgert: Jahrelang habe man sich um einen Konsens bemüht und die Bevölkerung eingebunden. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung würde die 23 Windräder akzeptieren. Doch nun seien das „fragile Gleichgewicht“ und der „soziale Friede“ gefährdet. 

Am Mittwoch wurde zu einem Infoabend geladen, am 30. Juni wird eine Volksbefragung abgehalten, ob die Bürger mehr als 23 Windräder wollen. An Umweltlandesrat Anton Lang gibt es den Vorwurf, dass er Kommunikation verweigere. Er erweise der Gemeinde damit „einen Bärendienst erster Klasse“.

„Richtungweisender Weg“
Dieser geht auf „Krone“-Anfrage nicht darauf ein. Das Sachprogramm, dessen Begutachtungsfrist morgen endet, verteidigt er als „richtungsweisenden und verantwortungsbewussten Weg“: „Als zuständiger Landesrat freue ich mich über jedes einzelne Projekt zum Ausbau der erneuerbaren Energie in der Steiermark, das den strengen Anforderungen an den Natur- und Landschaftsschutz entspricht und alle Kriterien und Auflagen einer vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung erfüllt. Wir müssen für unsere Energiebilanz und unser Klima alle erneuerbaren Ressourcen in unserem Land nutzen.“

Weitere Gegner formieren sich
Doch Widerstand gibt es nicht nur in der Stanz: Im Oberen Murtal ist seit Wochen die „Plattform gegen den Windpark Habering-Bocksruck“ aktiv.

Jakob Traby
Jakob Traby

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