11.06.2019 10:07 |

Tierqual in Russland

Geldstrafe gegen Betreiber von „Wal-Gefängnis“

Ein Gericht hat gegen ein Fischerei-Unternehmen in der ostrussischen Hafenstadt Nachodka wegen Betreibens eines „Wal-Gefängnisses“ eine Geldstrafe von umgerechnet rund 384.000 Euro verhängt. Das Gericht in Wladiwostok bezog sich bei seinem am Freitag verhängten Urteil darauf, dass das Unternehmen „Weißer Wal“ mit dem Einsperren dreier Schwertwale gegen Fischerei-Beschränkungen verstoßen habe.

Bei Nachodka werden von vier Unternehmen zehn Schwertwale und 87 Belugas gefangen gehalten, um sie an Aquarien und Freizeitparks, unter anderem in China, zu liefern. Die auch als Orcas bekannten Schwertwale und die als Beluga bezeichneten Weißwale sind hoch intelligente Meeressäuger mit einem ausgeprägten Sozialleben. Ihre Gefangennahme und das Halten in engen Wasserbehältern haben in den vergangenen Monaten bei Tierfreunden weltweit Empörung hervorgerufen. Umweltaktivist Dmitri Lisizin von der Organisation Sachalin äußerte die Erwartung, dass sich das Urteil des Gerichts in Wladiwostok als wegweisend erweisen und ähnliche Urteile nach sich ziehen werde. Der russische Umweltminister Dmitri Kobilkin stellte in dieser Woche in Aussicht, dass die bereits gefangenen Wale im Juli oder August frei gelassen werden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter