"Unser Projekt 'Blühende Gesundheit' beispielsweise wurde im November 2008 bewilligt, das heißt, wir arbeiten seit gut einem Jahr daran – vertraglich zugesichertes Geld haben wir aber bis heute keines gesehen", kennt Bernhard Stejskal, Chef der steirischen Naturparke, das schwelende Problem. Die unangenehme Konsequenz: Erstmals können keine Gehälter ausbezahlt werden. "Aktuell haben wir 174.000 Miese auf unserem Konto. Die Bank lässt sich nicht länger vertrösten, irgendwann ist halt Schluss", ergänzt der heimische Tourismusexperte.
Projekte scheitern an Finanzierung
Reinhard Mitterbäck von der EU-Leader-Region Gesäuse-Eisenwurzen steht ebenso mit dem Rücken zur Wand: "Auch wir können keine Löhne mehr ausbezahlen. Zudem finden wir auch keine Bank mehr, die unsere Projekte vorfinanziert."
Die Kritik richtet sich weniger an die EU, die das Leader-Förderprogramm zur Stärkung ländlicher Regionen ins Leben gerufen hat, sondern an das Land: Die zuständige Abteilung sei notorisch unterbesetzt, die neuen Abrechnungsmodalitäten zu aufwändig: "Eine 1.000-Euro-Ausgabe muss ich mit zumindest drei Anboten belegen, das kann's nicht sein", moniert Vulkanland-Obmann Sepp Ober. "Es muss wieder ein Klima des Ermöglichens und nicht des Erschwerens geschaffen werden, ansonsten wird's mit der ländlichen Entwicklung bald vorbei sein"
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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