Das gab es noch nie

Englands Finalisten schreiben Europacup-Geschichte

England regiert Europa! Mit Liverpool und Tottenham in der Champions League sowie Arsenal und Chelsea kommen alle vier Final-Teilnehmer im Europacup aus der Premier League. Das ist absolut historisch, ein Novum in der Geschichte des Fußballs! Denn: Noch nie kamen alle vier Finalisten aus einem Land - heuer sind es sogar drei aus einer Stadt! 

Seit Donnerstagabend stehen sie fest, die Endspiele im Europacup. Das Finale der Champions League bestreiten am 1. Juni in Madrid der FC Liverpool und Tottenham Hotspur, im Finale der Europa League stehen sich am 29. Mai in Baku der FC Chelsea und der FC Arsenal gegenüber. Damit stellt die englische Premier League alle vier Finalisten. Das hat es in der 60-jährigen Geschichte der kontinentalen Vereinswettbewerbe überhaupt noch nie gegeben. Unfassbar: Mit Tottenham, Arsenal und Chelsea kommen sogar drei aus London!

Rekord hielt bislang Spanien
Immerhin: Drei Finalisten aus einem Land hatte es zuletzt 2015/16 sowie 2013/14 durch spanische Vereine gegeben, als jeweils Real gegen den Madrider Stadtrivalen Atletico die Champions League und der FC Sevilla die Europa League gewonnen hat. Überhaupt sind Champions-League-Endspiele zwischen Mannschaften aus dem selben Verband gar nicht so unüblich. Das diesjährige Königsklassen-Finale zwischen Liverpool und den Spurs ist bereits das vierte in diesem Jahrzehnt. In der Europa League gab es zuletzt das rein spanische Duell zwischen Altetico und Bilbao (2012) und das portugiesische zwischen Porto und Braga (2011). Ein rein englisches Duelle gab es lediglich im UEFA-Cup-Endspiel 1972 und im Finale der Königsklasse 2008.

2,3 Milliarden Euro pro Jahr
Auch in der UEFA-Fünfjahreswertung heimste England zum zweiten Mal in Folge damit die meisten Punkte ein, aufgrund relativ magerer Saisonen davor ist man als aktueller Zweiter (84,891 Punkte) freilich noch immer weit von Spanien (103,569) entfernt. Augenfälligster Faktor für den aktuellen englischen Siegeszug ist der monetäre - basierend auf dem weltweit großen Interesse an der Premier League. Deren Klubs erhalten für die nationalen TV-Rechte umgerechnet 2,3 Milliarden Euro pro Jahr - das ist mehr als doppelt so viel wie die deutsche Bundesliga (1,16 Mrd.), spanische Primera Division (1,1 Mrd.) und die italienische Serie A (945 Mio.) jeweils lukrieren.

Spanier zittern
Spaniens Sportpresse fürchtet offenbar schon einen Zeitenwandel. „Nach den Jahren unserer (der spanischen/Anm.) Dominanz beansprucht die Premier League nun mit diesem großartigen Poker ihren Platz“, schrieb etwa die Zeitung „As“. Ähnlich klang die „Marca“: „Der ‘Football‘ hatte sich von der Elite Europas entfernt, verschlungen von der Dominanz von ‘La Liga‘. Nun hat die Premier League rebelliert.“

Europacup-Reform
Möglich machte die diesjährige Dominanz der Engländer übrigens erst die Europacup-Reform. Denn vor 1992 durften nur die Landesmeister in der Königsklasse spielen - und nicht, wie jetzt im Falle der Premier League die Top vier der Saison. Übrigens: Liverpool belegte 2017/18 den vierten Rang, Tottenham den dritten. Die Europa-League-Finalisten Chelsea und Arsenal beendeten die letzte Saison auf den Plätzen fünf bzw. sechs. Meister Manchester City schied hinegegen im Viertelfinale gegen die Spurs aus, genauso wie der Vize Manchester United für den gegen Barcelona das Aus kam.

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Mittwoch, 03. Juni 2020
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