27.04.2019 12:05 |

Gemälde entwendet

Diebstahl im Dorotheum: Weiterer Mittäter gefasst

Nach dem Diebstahl eines Renoir-Gemäldes im November des Vorjahres im Wiener Dorotheum dürfte nun ein mutmaßlicher Mittäter den Ermittlern ins Netz gegangen sein. Der Verdächtige wurde, allerdings wegen eines anderen Vergehens, in der Ukraine festgenommen. Ein weiterer Beschuldigter sitzt bereits seit Dezember 2018 in Wien in Haft.

Der 59-jährige Ukrainer war in Amsterdam festgenommen und wenig später nach Österreich überstellt worden. Es handelt sich um einen Profi, der auf Kunstdiebstähle spezialisiert ist, wie es bereits damals hieß. Auch sei der Beschuldigte bereits einschlägig vorbestraft, hieß es.

Diese Woche gab die ukrainische Polizei die Festnahme mehrerer Verdächtiger wegen anderer Straftaten bekannt. Es wurden aber auch Kunstwerke sichergestellt, u. a. „Le Port de La Rochelle“ (Der Hafen von La Rochelle) von Paul Signac - das Gemälde war im Mai 2018 aus einem Museum in Nancy gestohlen worden. Die Ukraine hat das Bild mittlerweile an Frankreich retourniert.

„Gestohlen, weil es sehr einfach war“
Einer der wegen anderer Vergehen festgenommenen Verdächtigen hatte die Polizei im Zuge der Einvernahme über das Bild informiert. Auf einem von der Behörde präsentierten Video gestand er: „Gestohlen wurde es nur aus dem Grund, weil es sehr einfach war.“

Die ukrainische Polizei prüft nun, ob die Gruppe an weiteren Kunstdiebstählen beteiligt war, etwa bei dem Coup im Dorotheum. „Es dürfte sich um einen Mittäter handeln“, bestätigte Nina Bussek, Sprecherin der Wiener Staatsanwaltschaft, Berichte der „Salzburger Nachrichten“. Es liege ein europäischer Haftbefehl vor und die Behörden arbeiteten auf Basis von Rechtshilfe zusammen.

Gemälde bleibt verschwunden
Das 1895 entstandene, 27 x 40 Zentimeter große Landschaftsgemälde „Bretonische Küstenlandschaft“ des Impressionisten Pierre-Auguste Renoir, das auf 120.000 bis 160.000 Euro geschätzt wird, bleibt jedoch weiter verschwunden. „Es gibt keine Neuigkeiten zum Bild“, sagte Bussek am Samstag.

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