So, 26. Mai 2019
25.04.2019 16:36

Vor GP in Baku

Vettel glaubt an Wende für Ferrari in Formel-1-WM!

Mit einem technisch verbesserten Ferrari will Vizeweltmeister Sebastian Vettel im Formel-1-Titelkampf in Baku die Wende schaffen. „Wir erwarten uns natürlich einen Schritt nach vorne mit den Neuerungen. Insgesamt erwarten wir uns, dass das Auto schneller ist“, sagte der Deutsche am Donnerstag in Aserbaidschan, wo seinem Team auch die Streckenführung mit ihren langen Geraden entgegenkommen soll.

„Wir haben ein sehr gutes Paket, und wenn wir es auf die Straße bringen, werden wir allen anderen das Leben sehr schwer machen“, betonte Vettel, der noch auf seinen ersten Aserbaidschan-Sieg wartet, nachdem er im Vorjahr nach einem Verbremser nur Vierter geworden war. Ferrari reiste mit einem überholten Auto an, am SF90 wurde laut Teamchef Mattia Binotto unter anderem das Motoren-Management verbessert. Vor dem vierten Saisonrennen am Sonntag (Start 14.10 Uhr) liegt Vettel mit 37 Zählern in der WM-Gesamtwertung nur auf Platz vier. Titelverteidiger Lewis Hamilton (68 Punkte) führt vor seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas (62) und Max Verstappen (39) vom Red-Bull-Team, das wie Ferrari ebenfalls noch auf seinen ersten Sieg in diesem Jahr wartet.

Vettel ist trotz des schlechten Saisonstarts - er kam als Dritter zuletzt in China bisher nur ein einziges Mal aufs Podest - fest von seinem Titelgewinn überzeugt. „Ich habe den absoluten Glauben daran, Weltmeister zu werden“, so der 31-Jährige in Baku. „Die ersten drei Rennen sind aus verschiedenen Gründen noch nicht so gelaufen, trotzdem glaube ich, dass wir stark genug sind.“ Die Stallorder vom letzten Rennen in China, als Charles Leclerc den Ex-Champ (zuletzt 2013) auf Befehl der Ferrari-Teamführung vorbeiziehen lassen musste, sei kein Thema mehr.

„Nach innen gibt es deutlich weniger Probleme. Es ist mehr der Rummel außen herum, den niemand kontrollieren kann“, meinte Vettel. „Es ist wichtig, dass dieser nicht nach innen dringt. Das ist bisher nicht passiert, deswegen bin ich beruhigt.“ Leclerc hatte derweil seine eigene Meinung zu den Geschehnissen in Shanghai. „Es ist frustrierend, einen anderen vorbeizulassen“, gab der Monegasse zu Protokoll. Das Supertalent traut sich zu, Vettel weiter Paroli zu bieten. „Ich glaube, dass ich das Potenzial dazu habe“, betonte der 21-Jährige. Fraglich dürfte weiter nur sein, ob er frei fahren darf. „Es wird sicher weiter eine Teamorder geben“, meinte Leclerc.

Vettels Hauptrivale Hamilton reiste mit viel Selbstbewusstsein an, nicht nur, weil er im Vorjahr den Aserbaidschan-Grand-Prix für sich entschieden hatte. Mercedes fuhr in den ersten drei Rennen jeweils auf die Plätze eins und zwei: Bottas gewann den Auftakt in Australien vor Hamilton, der anschließend in Bahrain und China vor dem Finnen siegte. So einen perfekten Saisonstart in der Motorsport-Königsklasse hatte zuletzt vor 27 Jahren das Williams-Team hingelegt. Trotzdem fordert Mercedes-Teamchef Toto Wolff weiter vollen Einsatz und höchste Konzentration. „Wir wissen, dass wir weiterhin alles geben müssen“, mahnte der 47-jährige Wiener einmal mehr.

Im Gegensatz zu Hamilton hat Red Bull keine gute Erinnerungen an das 2018er-Rennen auf dem Stadtkurs am Kaspischen Meer. Der Australier Daniel Ricciardo, der seit heuer für Renault fährt, hatte damals seinen Teamkollegen Verstappen am Ende der gut zwei Kilometer langen Start-Ziel-Geraden abgeräumt, womit das Rennen für beide vorzeitig beendet war. Heuer soll es für den österreichisch-britischen Rennstall besser laufen. „Hoffentlich ist dieses Rennen für eine schöne Story gut“, sagte Verstappen, der nach Platz drei in Melbourne zuletzt zweimal Vierter war.

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