18.04.2019 18:51 |

Täter war „high“

Tankwart Nase gebrochen: Acht Jahre für Räuber

Ein Klagenfurter ist Donnerstag wegen eines Tankstellenüberfalls zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er gab zu, mit einer täuschend echt aussenden CO2-Pistole, maskiert mit Kapuze und Schal, den Angestellten bedroht und geschlagen zu haben. Auch ein Kunde wurde dabei Opfer. Die Beute waren magere zehn Euro Bargeld und vier Packungen Zigaretten. . .

Zwei Wochen vor Weihnachten hatte sicher der depressive 30-Jährige trotz Waffenverbots eine Gaspistole zugelegt; am Heiligen Abend schlug er zu: Er war von Drogen „high“ und als er nicht ans Geld in der Kasse kam, schlug er dem Tankstellenmitarbeiter (57) mit der Waffe ins Gesicht.

Die Jochbeinprellung täte ihm leid rief der Angeklagte dem Tankwart nach dessen Aussage nach. Seine Situation wurde im Laufe des Prozesses klar: Drogen seit der Jugend, Lehre abgebrochen, neun Vorstrafen, immer wieder Strafaufschub, Therapie. Kurz nach einem Entzug begann er zu koksen. . .

Der Angeklagte hätte gerne wieder Therapie statt Strafe bekommen; Statsanalt Helmut Jamnig sah das aber anders: „„Startwohnung, Substitution, Sozialarbeit - das alles hat bis jetzt nicht gefruchtet.“ Der Verteidiger hoffte auf ein Osterwunder.

Vergeblich: Richter Gerhard Pöllinger konnte abgesehen vom Geständnis dem 30-Jährigen nicht viel zugute halten. Es gab zu viele Erschwernisgründe. Bei einem Strafrahmen bis zu 15 Jahren Haft ist er mit acht Jahren recht gut davon gekommen. Er nahm das Urteil an. Da der Staatsanwalt keine Erklärung abgab, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

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