14.04.2019 06:00 |

„Absoluter Wille“

Sarkissova erntet die Früchte ihrer harten Arbeit

Primaballerina Karina Sarkissova spricht in der „Krone“ über ihren steinigen Weg zum Erfolg, Wut, Tränen und unbändigen Willen.

Für viel Aufsehen sorgte die „Krone“-Geschichte mit Karina Sarkissova, die nach dem Bekanntwerden des Ballett-Skandals an der Staatsoper sagte, wie hart der Alltag einer Ballerina ist. Sie selbst ging durch eine harte Schule - Schmerzen, physisch wie psychisch, gehörten zur Tagesordnung.

„Balletttanz per se für Körper unnatürlich“
„Wenn es aber in dem aktuellen Fall zum Äußersten kam, ist es unentschuldbar“, legt sich die Erste Solotänzerin des Ungarischen Nationalballetts fest. Eine gewisse Härte, über das für „Normalos“ Erträgliche hinaus, gehöre dazu: „Der Balletttanz per se ist für den Körper absolut unnatürlich. Er bedeutet die Umformung jedes Gelenkes und erfordert nicht nur viel Kraft, sondern vor allem psychische Stabilität“, so Sarkissova im ADABEI-Gespräch.


„Drill“ gehört zum Business
„Man benötigt auch den absoluten Willen, die Spitze zu erreichen!“, sagt die Tänzerin, für die der „Drill“ zum Geschäft gehört: „Ich habe es genau so von Kindheit an in der Bolshoi-Ballettschule mitbekommen. Da erinnere ich mich an die Aufnahmeprüfung. Als man in die Augen der Kinder sah, sah man Erwachsene mit Ellenbogen, die sich nach außen drehten.“

Die Realität im Ballett-Alltag ist: „In dieser Welt überlebt man nur, wenn man wirklich will, einen starken Charakter und Durchhaltevermögen hat.“ Woran es liegen könne, dass nun unangebrachte Härte aufs Tableau gebracht werde: „Hier werden die Kinder nicht so hart erzogen, wie es in russischsprachigen Ländern der Fall ist.“

Sarkissova erntet nun die Früchte ihrer harten Arbeit
Nach Tränen, Schweiß und Blut in den Schuhen erntet sie nun die Früchte: „Weil ich schon damals sagte, ich weiß, dass ich alleine auf der Bühne stehen will!“

Kronen Zeitung

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