07.03.2019 06:00 |

Täter gestand Überfall

„Er bestellte Kaffee, schüttete mir sein Herz aus“

Ungewöhnliche Szenen am Mittwochnachmittag auf Mariahilfer Straße nahe dem Wiener Westbahnhof: Ein asylberechtigter Syrer im Alter von 25 Jahren überfiel eine Bankfiliale und flüchtete. Doch anstatt im Getümmel unterzutauchen, bestellte er rund hundert Meter vom Tatort entfernt einen Kaffee und bat eine Kellnerin, die Polizei zu rufen.

„Dabei ist er ganz ruhig geblieben“, schildert Kellnerin Evi beim Lokalaugenschein der „Krone“ in ihrem Restaurant. Der 25-jährige Syrer setzte sich mit einem Rucksack an die Bar, bestellte einen Kaffee - und schüttete ihr dabei sein Herz aus. „Ich habe gerade einen großen Blödsinn gemacht“, war der Wortlaut, der die Wirtin schließlich aufhorchen ließ. Da sie noch nichts von dem Bankraub unweit ihrer Arbeitsstelle mitbekommen hatte, riet sie ihm, zur nächstgelegenen Polizeidienststelle in derselben Gasse zu gehen.

Lokal von Polizeiautos und WEGA-Beamten umstellt
Doch er bestand vehement darauf, dass sie die Polizei rufen solle. Was sie letztendlich auch tat. Und umso erstaunter war, als das Lokal Minuten später von einem Dutzend Einsatzwagen samt WEGA-Beamten umstellt war.

Während sie die Polizei einwies, kümmerte sich ein Gast um den Geständigen. Doch der ließ sich widerstandslos festnehmen, neben den Bankbeamten wurde auch niemand der sieben im Lokal Anwesenden verletzt. Ob die beim Raub - der Täter soll dabei auch etwas erbeutet haben - verwendete schwarz-silberne Pistole in dem Rucksack verstaut war, ist unklar. Den Kaffee bezahlte er übrigens nicht ...

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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