Einzige Frau im Job:

Junge Ischlerin macht blutige Tatorte sauber

„Wir kommen, wenn das Leben geht“ - das ist der Leitspruch von Claudia Kettners Firma in Bad Ischl, die sich neben dem Entmüllen von Messiewohnungen aufs Säubern von Leichenfundorten spezialisiert hat. Die Powerfrau ist übrigens die einzige Tatortreinigerin in ganz Österreich, was viele Freunde verwundert.

„Krone“: Ihr Beruf ist im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig. Wie kam es dazu?
Claudia Kettner: 2013 gründete ich meine Reinigungsfirma, jetzt suchte ich eine neue Herausforderung für mich. Ich wollte neben dem Entrümpeln von Messiewohnungen etwas noch Wilderes machen, das mich voll und ganz fordert.

Daher Ihre Ausbildung zur Tatortreinigerin.
Das ist eine reine Männerdomäne gewesen - bisher. Im Vorjahr hab ich die Ausbildung zur zertifizierten Tatortreinigerin absolviert.

Wie läuft das Geschäft?
Jetzt läuft es sehr gut, fast jede Woche ist ein Einsatz.

Der sicherlich überaus herausfordernd ist.
Ja, besonders, wenn eine Leiche schon lange in der Wohnung lag - oder ich ein Haus zu reinigen hatte, in dem ein Messie verstorben ist.

Wer ist bei solchen speziellen Einsätzen immer dabei?
Ich und zwei meiner Mitarbeiter machen das.

Haben Sie eigentlich selbst einen Putzfimmel?
Nein, das kann man nicht sagen. In meinem Beruf will ich aber, dass es schon sehr schwierig sein sollte und nicht nur eine normale Reinigung. Da sollte schon Blut dabei sein, denn das Entfernen ist wirklich nicht einfach. Umso schöner ist es, wenn das Zimmer danach wieder total rein ist, als wäre nichts passiert.

Was sagen Ihre Freunde zum ungewöhnlichen Job?
Der Großteil kann es sich gar nicht vorstellen, so etwas zu machen. Einige gibt es aber, die finden meinen Job cool.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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