22.02.2019 15:00 |

Sinnlos-Reparaturen

Abzock-Werkstatt muss 7200 Euro zurückzahlen

Das Urteil ist rechtskräftig, das Geld bereits auf dem Konto. Mehr als ein Jahr lang war Gerhard Kinsky von seiner Autowerkstatt mit teuren Sinnlos-Reparaturen traktiert worden. Erst nach dem achten Besuch wurde der (naheliegende) Fehler behoben. Der Wiener klagte und erhält die Kosten zurück.

Alle paar Wochen blinkte in Kinskys Lancia die Motor-Warnleuchte auf und das Fahrzeug schaltete auf Notlaufprogramm um. Einmal sollen daran Metallspäne im Motor schuld gewesen sein. Dann wurden Schläuche getauscht, ein anderes Mal standen Einspritzdüsen im Verdacht. Erst nach einem Jahr kam der Vertragshändler auf die Lösung: Ein defekter Elektronikteil hatte stets das falsche Warnsignal ausgelöst. Da waren aber bereits 7200 Euro bezahlt.

Der Wiener - vertreten durch Anwalt und Kfz-Profi Johannes Bügler - klagte. Die Werkstatt muss nun alle Auslagen für die unnötigen Arbeiten plus Zinsen (in Summe 7937,54 Euro) zurückzahlen sowie die Prozesskosten tragen.

Begründung des Bezirksgerichts für Handelssachen: Spätestens beim dritten Reparaturversuch hätten die Mechaniker den Fehler finden müssen. „Krone“-Leser Kinsky ist überglücklich. Verfahrensspezialist Bügler: „Ich rate, immer alle Reparaturbelege genau zu kontrollieren und sich jedes ausgebaute Teil von der Werkstatt zeigen zu lassen.“

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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