Mo, 25. März 2019
20.02.2019 13:29

Fast 70 statt 35 km/h

Zugunglück: Lokführer fuhr zu schnell durch Kurve!

Drei Schwer- sowie 31 Leichtverletzte: Es war die blutige Bilanz nach dem dramatischen Unfall der Mariazellerbahn im Juni des Vorjahres im Bezirk St. Pölten-Land. Nun wurde seitens der Staatsanwaltschaft Strafantrag gegen den Lokführer eingebracht - und auch weitere Details rund um den folgenschweren Zwischenfall aus dem Untersuchungsbericht veröffentlicht.

Ermittlungen zum Unfallhergang ergaben, dass der Lokführer am 26. Juni in Völlerndorf viel zu schnell in eine Kurve eingefahren war. Der Zug sei zunächst mit etwa 70 km/h unterwegs gewesen, der Lokführer habe erst unmittelbar vor der Kurve die Geschwindigkeit reduziert und habe diese mit 62 bis 64 km/h durchfahren - erlaubt gewesen wären allerdings maximal 35 km/h. „Eine entsprechende Verzögerung hat nicht stattgefunden“, sagte Leopold Bien, Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Das Tempo lag über der Kippgeschwindigkeitsgrenze, deshalb ist der erste Waggon umgekippt“, betonte er.

Bereits kurz nach dem Unfall war der Verdacht laut geworden, dass der Zug offenbar zu schnell unterwegs gewesen war - ob dies jedoch durch technisches oder menschliches Versagen geschah, war damals noch Gegenstand von Ermittlungen.

Körperverletzung, Gemeingefährdung
Der Lokführer muss sich nun wegen grob fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Gemeingefährdung vor dem Landesgericht St. Pölten verantworten. In den Waggons hatten sich zum Zeitpunkt des Unfalls rund 80 Fahrgäste befunden. Zwei Garnituren wurden stark beschädigt, die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) ging von einem Schaden in zweistelliger Millionenhöhe aus. Infolge des Unfalls war die Strecke der Mariazellerbahn wegen Aufräum- und Reparaturarbeiten bis Anfang Juli unterbrochen.

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