Mo, 23. Juli 2018

Schüler in Waggons

26.06.2018 08:18

Mariazellerbahn entgleist: Mindestens 30 Verletzte

Großalarm im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten-Land: Ein Zug der Mariazellerbahn ist Dienstagfrüh entgleist. Zwei Waggons kippten um, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. In dem Zug befanden sich rund 80 Fahrgäste, unter ihnen viele Kinder. Nach ersten Angaben wurden mindestens drei Erwachsene schwer verletzt, 27 weitere Passagiere erlitten leichte Blessuren. Die Strecke ist zwischen St. Pölten und Hofstetten bis auf Weiteres gesperrt. Die Suche nach der Ursache läuft.

Zu dem Unglück kam es um 7.15 Uhr vor der Pielachbrücke bei Völlerndorf. Der Zug war auf dem Weg in die niederösterreichische Landeshauptstadt, als die zwei vorderen Waggons entgleisten und seitlich zum Liegen kamen. Die hintere Garnitur fuhr auf, befand sich aber noch auf den Gleisen. Da die Oberleitung heruntergerissen wurde und anfangs noch unter Strom stand, musste dieser abgeschaltet werden. Erst dann konnten Feuerwehr und Rettung zu den Waggons zufahren.

Großaufgebot an Helfern 
Ein Großaufgebot an Helfern wurde alarmiert: Insgesamt 14 Rettungswagen, drei Notarztfahrzeuge und drei Notarzthubschrauber waren am Vormittag vor Ort. Mit der Versorgung der Betroffenen waren 70 Sanitäter und sechs Notärzte beschäftigt. Weiters rückten zwei Feuerwehren mit 40 Einsatzkräften aus. Die verletzten Personen wurden versorgt und in die Spitäler St. Pölten und Amstetten gebracht.

„Wir bedauern den Unfall zutiefst und entschuldigen uns aufrichtig bei allen Fahrgästen, den Verletzten und deren Angehörigen, Familien und Freunden“, sagte NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl. Gemeinsam mit den Vertretern des Landes wünschte er den Verletzten eine rasche Genesung.

Strecke gesperrt
Die Ursache für die Entgleisung ist laut dem Betreiber, der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG), derzeit noch unklar. Eine Untersuchungskommission des Verkehrsministeriums nahm Erhebungen zur Ursache am Unfallort auf. Neben Sachverständigen waren auch Spezialisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich eingesetzt.

Streckensperre zwischen St. Pölten und Hofstetten-Grünau
Die NÖVOG hat ein Unternehmen mit der Bergung des Zuges beauftragt. Zudem müsse u.a. die Oberleitung repariert werden, die bei dem Unfall heruntergerissen wurde. Die Arbeiten sollen „schnellstmöglich“ durchgeführt werden, hieß es von der NÖVOG. Wie lange die Streckensperre zwischen St. Pölten Hauptbahnhof und Hofstetten-Grünau dauern werde, konnte man nicht abschätzen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen war nach wie vor in Betrieb.

 krone.at
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