Nichts tun ist falsch:

5 Tipps zur Ersten Hilfe auf unseren Skipisten

Wie reagieren, wenn plötzlich ein verletzter Skifahrer vor einem liegt? Eines ist klar: Es ist Pflicht, zu handeln. „Das Einzige, was man in der Ersten Hilfe wirklich falsch machen kann, ist nichts zu tun“, versichert Rotkreuz-Chefarzt Wolfgang Schreiber. Um im Fall des Falles die richtigen Schritte zu setzen, hat das Rote Kreuz einen Leitfaden mit den fünf wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Ein Verletzter im Schnee? Das Wichtigste für Ersthelfer sei, schnell zu reagieren, um das Opfer bestmöglich versorgen zu können. Hier die fünf wichtigstenTipps zur richtigen Reaktion:

1. Unfallstelle absichern: Um Folgeunfälle zu vermeiden, sollte die Unfallstelle unbedingt abgesichert werden. Je nach Gelände in ausreichender Entfernung oberhalb der Unfallstelle Skier und Stöcke über Kreuz in den Schnee stecken, dadurch werden andere Wintersportler gewarnt.

2. Ist der Verletzte bei Bewusstsein? Ist die Unfallstelle abgesichert, ist es Zeit, sich dem Verunfallten zuzuwenden. Zunächst sollte durch lautes Ansprechen und durch sanftes Schütteln an den Schultern herausgefunden werden, ob dieser bei Bewusstsein ist und reagiert. Ganz wichtig:Wenn der Wintersportler nicht ansprechbar ist, muss der Ersthelfer den Skihelm abnehmen. Wenn die Person ansprechbar ist, sollte der Ersthelfer bei der Abnahme nur ein wenig helfen.

3. Hilfe rufen: Reagiert der Verletzte nicht, unbedingt laut um Hilfe rufen und auf sich aufmerksam machen, damit jemand den Notruf (144 Rettung oder 140 Bergrettung) absetzt.Sollte kein Handyempfang sein: Gerät aus- und wieder einschalten und den Notruf 112 (Euronotruf) absetzen.

4. Erste Hilfe leisten: Zu Beginn die Atmung kontrollieren, jedoch nicht länger als zehn Sekunden. Wenn keine oder keine normale Atmung festgestellt werden kann, sofort mit der Wiederbelebung beginnen! Und so geht’s: Für die Herzdruckmassage den Oberkörper des Verunfalltenfreimachen, seitlich hinknien und den Handballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbes auflegen.Mit gestreckten Armen schnell und kräftig mit beiden Händen auf die Mitte des Brustkorbs drücken. Solange, bis der Verunfallte wieder aufwacht, wieder normal atmet oder der Rettungsdienst eintrifft. Wer die Technik der Beatmung beherrscht: Nach 30 Herzdruckmassagen die Atemluft zweimal in den Mund des Reglosen blasen. Wenn der Verunfallte normal atmet, in die stabile Seitenlage bringen.Wenn er ansprechbar ist, sollten sofort die Verletzungen versorgt werden, starke Blutungen etwa mittels festem Druck stillen. „Ein Drittel aller Skiunfälle betrifft das Knie“, weiß Gunter Mittermayr, der leitende Physiotherapeutvom LKH Rohrbach.

5. Wärme erhalten: Den Verunfallten gut zudecken, damit er vor Erfrierungen oder Unterkühlungen geschützt ist. Besonders gefährdet sind: Zehen, Finger, Wangen, Nasen und Ohren. Danach dem Verunfallten gut zureden und auf das Eintreffen der Rettung warten.

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