30.05.2004 15:41 |

Ferrari-Doppelsieg

Schumacher gewinnt auf dem Nürburgring

Michael Schumacher hat im Alleingang den Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring gewonnen. Der Ferrari- Pilot aus Kerpen landete am Sonntag seinen sechsten Saisonsieg im siebten Rennen und baute seinen Vorsprung in der Weltmeisterschafts- Gesamtwertung weiter aus. Hinter dem sechsmaligen Weltmeister wurde Stallgefährte Rubens Barrichello aus Brasilien Zweiter vor dem Briten Jenson Button auf BAR-Honda.
Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hatmit einem Alleingang beim Großen Preis von Europa die Kräfteverhältnissewieder klargestellt und rast unaufhaltsam seinem siebten Titelentgegen. Eine Woche nach dem spektakulären Crash im Tunnelvon Monte Carlo deklassierte der Ferrari-Pilot am Pfingstsonntagbei seinem Heimrennen auf dem Nürburgring die chancenloseKonkurrenz und sicherte sich in eindrucksvoller Manier den sechstenSieg im siebten Saisonrennen.
 
Klien nur Zwölfter
Bei seinem 76. Grand-Prix-Erfolg im 202. Rennen konntelediglich sein Teamkollege Rubens Barrichello mithalten. Der Brasilianermachte mit seinem zweiten Platz den vierten Doppelerfolg der Saisonfür Ferrari nach den Rennen in Australien, Bahrain und Spanienperfekt. Dritter wurde BAR-Honda-Pilot Jenson Button vor Moncao-SiegerJarno Trulli im Renault. Christian Klien beendet den GP auf demzwölften Platz.
 
Ralf Schumacher scheidet in der 1. Kurveaus
Für Schumachers Bruder und Vorjahressieger RalfSchumacher endete der Grand Prix unweit der Heimatstadt Kerpenschon in der ersten Kurve. Der Williams-BMW-Pilot kollidiertenur wenige Sekunden nach dem Start ausgerechnet mit seinem TeamkollegenJuan Pablo Montoya und wurde von dem Kolumbianer in den Kies gedrängt.Auch Toyota-Fahrer Cristiano da Matta wurde Opfer von Montoyasunbedachter Aktion und musste seinen Wagen abstellen. Montoyawurde am Ende Achter.
 
"Es war sicherlich keine Absicht"
Der Kolumbianer war schon einen Woche zuvor in Monacoauf Michael Schumachers Ferrari aufgefahren und hatte den Championaus dem Rennen geworfen. Ralf Schumacher gab sich trotz seinerkurzen Dienstfahrt auf dem Nürburgring moderat gegenüberseinem Kollegen: "Juan ist immer sehr aggressiv und nah am Limit.Er hat sich verschätzt. Ihm ist die Straße ausgegangen,aber es war sicherlich keine Absicht", sagte er.
 
Pannen-Serie der Silbernen geht weiter
Für McLaren-Mercedes endete das Wochenende wiedereinmal mit einem Debakel. Ausgerechnet 70 Jahre nach der Begründungdes Silberpfeil- Mythos in der Eifel schieden Kimi Räikkönenund David Coulthard mit Motorplatzern aus und verlängertendamit die Pannen-Serie der "Silbernen". Zum fünften Mal mussteder finnische Vizeweltmeister Räikkönen sein Dienstfahrzeugwegen Motorschadens oder technischen Defekten abstellen. Coulthardwar schon in Bahrain wegen technischer Problemen zur Aufgabe gezwungen.Vor allem für Räikkönen war das Aus bitter, daer am Samstag mit Rang vier die beste Startplatzierung in dieserSaison erkämpft hatte. In der achten Runde durfte er sogarfür einen Durchgang das Feld anführen.
 
WM-Wertung: Schumi 60 Punkte vorn
Michael Schumacher ließ sich von den Geschehnissenhinter ihm nicht beeindrucken. Sein vierter Sieg auf der Traditionsstreckein der Eifel nach 1995, 2000 und 2001 war nie gefährdet.Nach 60 Runden (308,863 km) auf dem 5,148 km langen Kurs gewannder sechsmalige Weltmeister in 1:32:35,101 Stunden. Barrichellowies einen Rückstand von 22,5 Sekunden. In der WM-Wertungliegt Schumacher mit 60 Punkten vor Barrichello (46) und Button(38). Bei den Konstrukteuren ist Ferrari mit 106 Zählernebenfalls weit vorn.
 
Michael Schumacher, der am Samstag die 60. PolePosition seiner Karriere erobert hatte, erwischte einen perfektenStart. Ohne Mühe fuhr er schnell einen Vorsprung heraus.Bis zu seinem ersten Boxenstopp in der achten Runde hatte er schon18 Sekunden zwischen sich und die Verfolger gelegt. Nach dem Stoppfiel er auf Platz sieben zurück. Nachdem alle vor ihm fahrendenPiloten ebenfalls an die Box gefahren waren, lag er wieder ander Spitze.
 
Sein Teamkollege Barrichello musste sich indes langeZeit den Angriffen des BAR-Honda-Piloten Takuma Sato erwehren.13 Runden vor dem Ende überholte Sato den Brasilianer, beschädigtedabei aber den Frontflügel seines Wagens. Wenig späterschied der Japaner mit Motorschaden aus.
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