27.01.2019 09:00 |

Redakteur mittendrin

Der „Kitzbühel“-Wahnsinn von Anfang bis Ende

Knapp 50.000 Skifans erlebten nicht nur einen gigantischen Slalom, sondern auch einen irren Party-Marathon. „Krone“-Redakteur Samuel Thurner mischte sich den ganzen Tag unter die Feiernden.

Punkt 4.30 Uhr! Nervendes Vogelgezwitscher ertönt. Es ist der Klingelton des Handyweckers. Doch die Müdigkeit ist schnell verflogen. Denn schließlich ruft der Hahnenkamm in Kitzbühel.

Früh aufstehen war ein Muss
Eigentlich stand die halsbrecherische Abfahrt am Programm, doch es sollten die Slalom-Akrobaten sein, die aufgrund der schlechten Wetterprognose schon am Samstag um die Stangen tanzen. „Wir wollten den ersten Lauf von Hischer, Matt und Co. nicht verpassen. Deshalb mussten wir eben früh aus den Federn“, lautete der Tenor der Fans.

Um 8.30 Uhr stolperten mit dunklen Augenringen unzählige Frühaufsteher am Bahnhof Hahnenkamm aus dem Zug. Sofort ging es an den manchmal sehr grimmig dreinschauenden Sicherheitsleuten vorbei in das lediglich wenige Gehminuten entfernte Zielgelände.

„Stimmung ist genial“
Unter Giraffen, Superhelden und schrägen Musikanten, die trotz heftigem Schneefall den Slalom-Hang nach oben stapften, war die Party bereits voll im Gang: Glühwein, Bier und „Flügerl“ flossen in Massen, man fiel sich in die Arme, tanzte und feierte. „Die Stimmung in Kitz ist einfach der Wahnsinn. Vollkommen egal, ob der Slalom oder die Abfahrt zu sehen ist“, waren sich Theresa, Melanie und ihre „Waldmandli“-Kollegen aus Liechtenstein einig. Mit ihrer Musik brachten sie einmal mehr die vielen Slalom-Verrückten in Ekstase.

Und auch nach einer kurzen Aufwärmpause zwischen den beiden Durchgängen flachte die Stimmung nicht ab. Im Gegenteil: Am Ende sahen knapp 50.000 Zuschauer den Sieg von Clement Noël und freuten sich mit den vielen Franzosen.

Verschnaufpause gab es nach dem Rennen keine. Massenweise Partyhungrige pilgerten ins Zentrum. Nicht mehr alle fanden den Weg zurück zur Siegerehrung im Zielhaus und stürmten bereits bei Dämmerung die Nachtclubs.

Andere stiegen hingegen, als die letzten Standlbetreiber um 22.30 Uhr Feierabend machten, in den Zug nach Hause und funktionierten diesen kurzerhand zum „Szenelokal“ um. Und viele waren sich einig: „Auch 2020 kommen wir zum Kitz-Samstag - egal, ob zum Slalom oder zur Abfahrt.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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