16.01.2019 16:42 |

Diözese Gurk:

Die Hintergründe des kirchlichen Dramoletts

Das Schöne am Journalistenberuf: Man lernt immer wieder neue Kolleginnen und Kollegen kennen. So geschehen bei der Pressekonferenz des apostolischen Visitators Erzbischof Franz Lackner am Montag in Klagenfurt. Anwesend war auch Gerda Schaffelhofer, jene Dame, die den als Brief getarnten Rundumschlag gegen „Bischof Alois“ verfasste, in dem sie Schwarz den Rücktritt nahelegte. Das brachte die Pressereferentin des Erzbischofs, Heidi Zikulnig, einigermaßen in Verlegenheit.

Auf Zikulnigs Nachfrage antwortete Schaffelhofer, sie sei für den „Trend“ dabei. Danach durfte Schaffelhofer - links und rechts flankiert von Kolleginnen eines ebenfalls kirchennahen Blattes - ihre Fragen an Lackner richten. So weit, so gut und so spannend. Denn Dienstag wollte die „Krone“ von „Trend“-Chefredakteur Andreas Lampl wissen, ob er oder jemand anderer seines Magazins Schaffelhofer zur Pressekonferenz geschickt hätte. Lampl um etwa 10 Uhr am Telefon zur „Krone“: „Ich kenne die Dame nicht einmal. Aber ich werde der Sache nachgehen.“

Um 11.42 Uhr erreichte „Inoffiziell“ dann eine SMS von Lampl, wie folgt: „Frau Schaffelhofer war in Absprache mit Horst Pirker für News bei der PK.“ Pirker war von 1999 bis 2010 Vorstandsvorsitzender der „Styria“ und hält derzeit die Mehrheit an der Verlagsgruppe News, zu der auch der Trend gehört. Was will das alles heißen? Natürlich nur, dass man eine neue Kollegin kennengelernt hat. Drei die Hauptrollen in diesem kirchlichen Dramolett besetzende Personen, waren in naher Vergangenheit beste Freunde, zumindest nach außen.

Am 29. Oktober 2015 stellte Bischof Alois Schwarz, flankiert von Gerda Schaffelhofer, damals „Styriabooks“-Verlegerin, in Klagenfurt das neue Buch des damaligen Generalvikars und aktuellen Diözesanadministrators Engelbert Guggenberger vor. „Mein Lesachtal“ wurde hymnisch gepriesen, auch vom Moderator, einem Journalisten aus der Chefetage des bereits erwähnten kirchennahen Blattes. Seither, also in diesen drei Jahren, muss viel passiert sein

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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