14.01.2019 15:23 |

Waffenverbot in Wien

krone.at-Leser: „Dieser Vorschlag überzeugt nicht“

Erst sollten es nur zwei Bereiche sein, jetzt schlug Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) vor, das gesamte Stadtgebiet zur Waffenverbotszone zu machen - und erhielt von der Wiener Polizei umgehend eine Absage: Dies sei „rechtlich nicht zulässig“, hieß es. Zwar gibt es in Österreich, beispielsweise in Innsbruck, schon Waffenverbotszonen, in Wien gab es solche Zonen aber bisher nicht. Wegen des strengen Waffengesetzes und der Arbeit der Wiener Polizei lobt der Bürgermeister die Hauptstadt als „eine der sichersten Großstädte der Welt“. Durch eine Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes wären auch Gegenstände wie Taschenmesser verboten, die als Waffen genutzt werden können.

Der Leser labberlippe sieht in dem Vorschlag des Wiener Bürgermeisters vor allem eines: einen Widerspruch. „Wien ist die sicherste Großstadt der Welt, aber ein generelles Messer- und Waffenverbot fordern, hat was …“, schreibt labberlippe. „Wenn es auf Wahlen zugeht, wird so getan, als hätte man Interesse an der Sicherheit der Bevölkerung“, kritisiert thenormalone die Pläne des Bürgermeisters.

Vor allem die Umsetzung des Waffenverbotes beschäftigt viele Leser. ELMACHO fragt, ob „in Zukunft vor jedem Haustor ein Polizist steht, der kontrolliert, ob eine Waffe mitgenommen wird?“ Auch die Bandbreite an möglichen verbotenen Gegenständen besorgt gastleser: „Jetzt können wir nicht einmal ein Kartonmesser mitführen.“ Für Gego66 wäre ein generelles Waffenverbot in Wien ein schlechter Scherz: „Taschenmesser sind keine Waffen, sondern praktische Helfer im Alltag.“

Dagegen ist der Leser hausverstand58 überzeugt: „Das ist die erste vernünftige Idee der Roten seit Langem.“ Leser kalinka schreibt: „Ich wäre für ein weltweites Waffenverbot.“ Der Großteil unserer Leser hält von der Idee des Bürgermeisters jedoch wenig. EinWolfgang fordert gar seinen Rücktritt: „Nun wollt ihr mein Jausenmesser im Wanderrucksack verbieten!“ Leser ROHmann trägt seit seiner Jugend ein Messer bei sich: „Alles, was man durch solch einen stumpfsinnigen Beschluss schafft, ist, dass mehr Verbrechen geschehen werden, da sie mit verminderter Wehrfähigkeit rechnen können“, so die Einschätzung von ROHmann.

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