So, 17. Februar 2019
14.01.2019 11:37

Hartnäckiger Irrglaube

8 populäre Tech-Mythen - und was dahintersteckt

Dass sich ein leerer Akku in der Mikrowelle wiederaufladen lässt, glauben inzwischen nur noch ein paar Kalifornier, wie eine Untersuchung des Vergleichportals highspeedinternet.com zeigt. Andere Tech-Mythen rund um PC, Smartphone und Co. halten sich dagegen, obwohl längst widerlegt, beharrlich. Wir verraten, welche die populärsten Irrtümer sind und was es damit auf sich hat. 

Smartphone-Kameras mit mehr Megapixeln machen bessere Bilder
Das glauben laut highspeedinternet.com 86 Prozent der US-Amerikaner. Tatsächlich ist es so, dass eine Kamera mit mehr Megapixeln Bilder in höherer Auflösung aufnehmen kann - das bedeute aber nicht zwangsweise, dass diese eine bessere Qualität haben, führt die Website aus. „Das Objektiv und der Sensor Ihrer Smartphone-Kamera spielen eine größere Rolle bei der Bildqualität. Wenn Sie beispielsweise ein schlechtes Objektiv haben, erhalten Sie ein schlechtes Bild. Wenn Sie ein schlechtes Objektiv, aber viele Megapixel haben, erhalten Sie nur ein schlechtes Bild in hoher Auflösung.“

Das Aufladen des Smartphones über Nacht ruiniert den Akku
An diesen nicht prinzipiell falschen, aber inzwischen „abgelaufenen“ Mythos glauben 52 Prozent der US-Amerikaner. Habe vor Jahren eine Überladung des Handy-Akkus noch dazu geführt, dass dieser überhitzt oder sich sein Lebenszyklus verschlechtert, hätten sich sowohl Smartphones als auch Akkus seitdem deutlich weiterentwickelt.

Hersteller verlangsamen absichtlich bestehende Smartphone-Modelle, wenn ein neues Modell veröffentlicht wird
52 Prozent der US-Amerikaner glauben an diesen Mythos, der sich laut highspeedinternet.com nicht einwandfrei widerlegen lässt. „Okay, wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass keine Smartphone-Firma Ihr Handy verlangsamt, aber es ist schwer zu beweisen, dass es bewusst gemacht wird“, schreibt die Website.

Smartphones verlangsamten sich im Laufe der Zeit, da Fortschritte in Software und Technologie mehr System-Updates erforderten, die mehr Rechenleistung verbrauchten. Schließlich verlängerten diese Upgrades die Lebenszeit eines älteren Telefons und verlangsamten es. Dieser Prozess sei normal, sodass Hersteller keinen zusätzlichen Aufwand betreiben müssten, um die Geräte zu verlangsamen und Nutzer letztlich davon zu überzeugen, ein neues Handy zu kaufen.

Dennoch wurden Samsung und Apple beide der absichtlichen Verlangsamung beschuldigt und in Italien mit einer Geldstrafe belegt, räumt die Website ein. „Aber selbst in diesem Fall haben sich die Unternehmen lediglich schuldig gemacht, den Kunden zu sagen, dass sie das neueste Betriebssystem installieren sollen. Diese Systeme wurden für die nächste Generation von Hardware entwickelt und verursachten bei der Installation auf den älteren Telefonen große Probleme. Aber war das bewusst? Oder nur ungeschickt? Wir lassen Sie entscheiden.“

Röntgengeräte am Flughafen löschen gespeicherte Daten
Dass die Röntgenstrahlen, die von Sicherheitsscannern am Flughafen verwendet werden, die Festplatte bzw. den Speicher von Notebook oder Smartphone löschen oder die darauf gespeicherten Informationen beschädigen, glauben 31 Prozent der Befragten. Um das zu bewerkstelligen, bräuchte es laut highspeedinternet.com jedoch einen Magneten. Röntgenstrahlen könnten zwar analoge Filme beschädigen, aber nichts Digitales.

Der Computer muss jede Nacht heruntergefahren werden, um richtig zu funktionieren
Auch dieser Mythos, den 30 Prozent der US-Amerikaner für wahr halten, hat seinen Ursprung in früheren Tagen, als Computer noch deutlich mehr mechanische Komponenten und ein schlechteres Leistungsmanagement hatten. Inzwischen seien die Auswirkungen des Herunterfahrens und Neustartens derart minimiert, dass das nächtliche Herunterfahren keinen Einfluss mehr darauf habe, wie der Computer funktioniere.

Macs können keine Viren bekommen
Davon sind 17 Prozent der Befragten überzeugt. Dieser Mythos stammt laut highspeedinternet.com vermutlich aus den Anfangstagen Apples, als der Marktanteil der Kalifornier noch viel kleiner als heute war. „Frühere Macs hatten zwei große Vorteile, um sie virenfrei zu halten: Erstens war der Quellcode schwerer zugänglich. Zweitens war der Prozentsatz der Menschen mit Macs so gering, dass es sich nicht lohnte, einen Virus für sie zu entwickeln. Heute sind Macs überall zu finden. Während sie den Zugriff auf den Quellcode immer noch einschränken, sind sie Mainstream genug, um zur Zielscheibe zu werden.“

Einmal gelöschte Dateien können nicht wiederhergestellt werden
Das glauben zwölf Prozent der Befragten. Tatsächlich können gelöschte Daten selbst dann wiederhergestellt werden, wenn der virtuelle Papierkorb geleert wurde. Moderne Solid-State-Laufwerke (SSDs) erschwerten dies zwar, aber mit der richtigen Wiederherstellungssoftware (z.B. MiniTool PowerData Recovery Free, Anm.) sei es trotzdem möglich, so highspeedinternet.com. Entscheidend ist, dass die gelöschten Daten nicht überschrieben werden.

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