Sa, 19. Jänner 2019

Heisser Kampf

10.01.2019 07:00

Post keilt Stromkunden der Salzburg AG ab

Seit 2016 bietet die Post AG einen Energiekosten-Rechner an. Was ganz harmlos als Zusatzservice für die Kunden daherkommt, ist in Wirklichkeit die Grundlage für eine aggressive Verkaufsoffensive in Sachen Strom. Bei der Salzburg AG reagiert man verschnupft.

„Wollen Sie das wirklich abschicken?“, wurde eine ältere Dame vor wenigen Tagen in einer Salzburger Postfiliale vom freundlichen Mitarbeiter am Schalter gefragt. Die Rentnerin wollte eine Karte aufgeben, die ihr bei der Salzburg AG Freistromtage bringen sollte. Dann bot der Mitarbeiter einen Preisvergleich mit alternativen Anbietern an ... und einen neuen Stromvertrag gleich mit dazu.

Salzburg AG: „Falsche Informationen der Post“

Kein Einzelfall, wie Daniela Kinz, Sprecherin der Salzburg AG bestätigt: „Bei uns im Kundenservice treffen immer wieder Rückfragen und Meldungen zu Vorfällen in Postfilialen ein.“ Vorwiegend ältere Kunden würden mit „falschen Informationen über Produkte der Salzburg AG“ konfrontiert – ein harter Vorwurf.

Post-Sprecherin Kathrin Schrammel dementiert aggressiver Keiler-Methoden: „Wir wollen sicher niemandem etwas aufschwatzen, bieten aber den Energiekosten-Rechner als Service für unsere Kunden an.“

Dahinter verbirgt sich eine Vertriebspartnerschaft mit mehreren Stromanbietern, die der Post AG ein zusätzliches Körberlgeld einbringt. Denn für jeden abgeschlossenen Vertrag fließt eine Provision, wie Post-Sprecherin Schrammel bestätigt.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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