Mi, 23. Jänner 2019

Chip für Funkstationen

08.01.2019 08:42

Intel-Offensive zur Eroberung des 5G-Marktes

Intel hat auf der Technikmesse CES eine großangelegte Offensive zur Eroberung des 5G-Marktes gestartet. Die Initiative richtet sich weniger auf die Bestückung der Smartphones mit 5G-tauglichen Datenchips, sondern auf die technische Infrastruktur im Netz. In Las Vegas stellte der US-Konzern eine neue Chip-Familie mit dem Codenamen Snow Ridge vor, die auf Mobilfunkstationen zum Einsatz kommen soll.

Bis zum Jahr 2022 werde Intel 40 Prozent dieses Marktes erobert haben, prognostizierte Topmanager Navin Shenoy, der bei Intel für die Server-Chips zuständig ist. Die 5G-Ankündigung von Intel am Montag wurde überschattet von dem Messe-Auftritt von Qualcomm. Der Intel-Konkurrent erklärte, seine 5G-Technologie werde in diesem Jahr in rund 30 Geräten auftauchen, darunter Smartphones von quasi allen führenden Herstellern von Geräten mit dem Google-System Android.

Intel kündigte zwar ebenfalls ein eigenes 5G-Modem für Smartphones an. Dies wird allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen. Experten gehen davon aus, dass Apple für die nächste iPhone-Generation auf Intel-Technik zurückgreifen wird, weil sich der iPhone-Hersteller in einer erbittert geführten Auseinandersetzung mit Qualcomm vor verschiedenen Gerichten befindet.

Von Telemedizin bis Virtual Reality
Die 5G-Server-Chips sollen in der Lage sein, mehrere Datenströme für völlig unterschiedliche Anwendungsbereiche separat zu bedienen - von der Fernchirurgie bis hin zur virtuellen Realität, mit einer Bandbreite von insgesamt 100 Gigabit pro Sekunde. In einer Demo wurde vorgeführt, wie das System dafür sorgt, dass die kritische Telemedizin-Anwendung, von der das Leben eines Patienten abhängen könnte, im 5G-Netzwerk stets Vorrang erhält und nicht durch andere Nutzungen des Netzwerks ausgebremst wird.

Neue Chips für Desktop-PCs und Server
Intel kündigte außerdem neue Generationen seiner Chip-Familien für Desktop-Rechner und Server-Computer an. Die Chip-Familie „Cascade Lake“ für Server sei darauf ausgelegt, beispielsweise eine unvorstellbar große Anzahl von Online-Kauftransaktionen beim chinesischen Online-Handelsriesen Alibaba zu bewältigen. Die Funktionen zur verbesserten Kalkulation beim Maschinenlernen werden vom weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook eingesetzt.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Trainingsfehler
Warum so viele Kreuzbandrisse?
Gesund & Fit
Avocado-Flüsterin
Royales Frühstück: Das isst Meghan Markle
Essen & Trinken
Juventus-Superstar
Gegen Trainer: Ronaldo verliert Elfmeter-Wette
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.