Frauen missbraucht?

Niederösterreicherin bricht Lanze für Wunderheiler

Niederösterreich
24.12.2018 06:00

Der tiefe Fall des selbst ernannten Wunderheilers Joao de Deus (Johann von Gott): Seine Geschichte ging um die Welt - und endete mit der Festnahme des Brasilianers. Dem 76-Jährigen wird sexueller Missbrauch in Hunderten Fällen vorgeworfen, als Guru scheffelte er Millionen. Eine Niederösterreicherin nimmt den Verdächtigen nun in Schutz.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Unter dem Vorwand, Depressionen und andere Krankheiten nur auf diesem Weg heilen zu können, soll Joao de Deus alias Joao Teixeira de Faria Hunderte Frauen sexuell missbraucht haben. Wie berichtet, stellte sich der Brasilianer, der im Jahr 2011 auch auf dem Wiener Kahlenberg „ordinierte“, jetzt den brasilianischen Behörden.

„Erstaunt über diese Gerüchte“
„Ich bin total erstaunt über diese Gerüchte“, bricht die St. Pöltnerin Sabine C. eine Lanze für den Südamerikaner, der in seiner Karriere weit mehr als 300 Frauen missbraucht haben soll. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals so etwas getan hat“, erzählt die 62-jährige Heilmasseurin.

Heilmasseurin und Esoterikerin Sabine C. (62) kann die Vorwürfe gegen Joao de Deus nicht nachvollziehen. (Bild: Franz Crepaz)
Heilmasseurin und Esoterikerin Sabine C. (62) kann die Vorwürfe gegen Joao de Deus nicht nachvollziehen.

Sie selbst habe Joao de Deus vor sechs Jahren in Salzburg auf einer Esoterikmesse kennengelernt und besuchte ihn später auch in Brasilien. „Das Unsichtbare war so stark. Seit unserer Begegnung sind alle meine Traumata weg“, versichert die Niederösterreicherin. Sie glaubt an eine Intrige von Neidern. Die brasilianische Justiz sieht dies wohl anders. Unter den Opfern des Sex-Heilers sollen sich übrigens Frauen rund um den Globus befinden.

Sandra Ramsauer und Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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