10.12.2018 05:50 |

Messe in Wernberg

Gottesdienst für „Hexe“ entzweit die Pfarrgemeinde

In einer Pfarrgemeinde in Wernberg gärt es seit Tagen. Grund: Für die Hauptverdächtige des „Hexen“-Trios, das wegen Verdachts auf Mord, Brandstiftung und Betrug in U-Haft sitzt, soll eine Messe gelesen werden. Diese Ankündigung der Familie der 47-Jährigen stößt aber nicht bei allen Bewohnern auf Wohlwollen.

Schon am Sonntag vor einer Woche war es beim Gottesdienst zu einem Eklat gekommen. Die Mutter der „Seherin“ hatte plötzlich das Mikrofon des Pfarrers ergriffen und die Kirchgänger aufgefordert, für ihre Tochter zu beten, da diese schon wieder einmal zu Unrecht verdächtigt werde.

Ein Pfarrmitglied ärgert sich: „Die Frau wurde doch schon zweimal rechtskräftig verurteilt. Ich weiß nicht, wie sie es schafft, Menschen zu manipulieren.Vor Jahren bettelte sie um Finanzhilfe, weil sie wegen einer Operation pleite war. Dann stellte sich heraus, dass sie zu oft im Casino verloren hatte.“

Er und viele andere wünschen deshalb nicht, dass sich die Kirche einmischt: „Das Rechtliche wird in einem Prozess geklärt. Die Kirche darf sich nicht auf ihre Seite schlagen.“ Der Pfarrer beruhigt: „Es ist nicht verboten, für ihr Seelenheil zu beten. Die Messe wird aber in einer anderen Kirche gefeiert.“

Serina Babka
Serina Babka
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