Mi, 16. Jänner 2019

Leitung gebrochen:

09.12.2018 14:27

600.000 Liter Wasser richteten großen Schaden an

Wie erst jetzt bekannt wurde, brach Mittwochmittag im Gemeindegebiet von Pinggau der Leitungsstrang zwischen einem Hochbehälter und der Wasseraufbereitungsanlage. 600.000 Liter Wasser flossen aus und richteten großen Schaden an.

Binnen einer halben Stunde hatte sich der Hochbehälter 6 komplett entleert, 600.000 Liter Wasser bahnten sich einen Weg Richtung Graben und unterschwemmten die Glaserstraße. Beim Eintreffen der Feuerwehr Pinggau war nur ein Riss im Asphalt sichtbar. Plötzlich, mit einem Kracher, setzte sich der Hang in Bewegung, rutschte in die Tiefe und riss mächtige, bis zu 30 Meter hohe Fichten mit sich. Zum Glück konnten sich die am Ort des Geschehens anwesenden Feuerwehrmänner noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Durch diese Hangrutschung wurde auch die Glaserstraße auf einer Länge von etwa 50 Meter zum Großteil weggerissen.

Trinkwasserversorgung unterbrochen
Somit waren Pinggau und Pinkafeld von der Wasserversorgung komplett abgeschnitten. Um diese wieder zu gewährleisten, legten die Feuerwehren Pinggau, Schaueregg und Sparberegg zwei jeweils knapp 700 Meter lange Schlauchleitungen zwischen dem Hochbehälter 6 und der Wasseraufbereitungsanlage. Danach begann im Schichtbetrieb für die vorher genannten Feuerwehren plus FF Baumgarten die Aufsicht über die Wasserförderung und die Schlauchleitung. Einerseits musste das Wasser im Hochbehälter 6 angesaugt und zur Wasseraufbereitungsanlage gefördert, andererseits musste bei dieser der Druck permanent kontrolliert und entsprechend dem Wasserverbrauch angepasst werden.

Keine Auswirkungen auf Endverbraucher
Während die Bevölkerung von Pinggau und Pinkafeld von diesem Großschadensereignis faktisch nichts bemerkte, bedeutete dies einen Großeinsatz für die genannten Feuerwehren über mehr als zwei Tage. Erst am Mittwoch war eine provisorische Wasserleitung wieder zusammengebaut, sodass die Feuerwehren mit dem Abbau ihrer Gerätschaften beginnen konnten. Am späten Mittwochnachmittag war dann endlich Einsatzende.

Insgesamt waren die Feuerwehren Pinggau, Schaueregg, Sparberegg und Baumgarten mit elf Einsatzfahrzeugen und 82 Mann, welche 622 Einsatzstunden leisteten, im Einsatz.

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