04.12.2018 06:30 |

Zahlen für Steiermark

Jeder fünfte Volksschüler hat fremde Muttersprache

Knapp mehr als 22 Prozent der steirischen Volksschüler haben mittlerweile eine andere Muttersprache als Deutsch. In den Neuen Mittelschulen liegt der Anteil bei 13 Prozent. Tendenz: steigend. Die steirische Landeshauptstadt Graz ist auch bei dieser Statistik ein Ausreißer - selbstverständlich nach oben.

Integration ist fraglos eines der wesentlichen Themen - aktuell und zukünftig. Weil bei diesem auch emotionalen Thema allerlei Zahlen-Mythen herumgeistern, hat die „Steirerkrone“Fakten gesammelt.

Katholisch auf dem Land, muslimisch in Graz
In unserer Montag-Ausgabe sind wir der Frage auf den Grund gegangen: Woran glauben die steirischen Pflichtschüler? Das Ergebnis: Rundjeder zehnte Schüler in Volksschulen und Neuen Mittelschulen, der in der Steiermark den Religionsunterricht besucht, ist mittlerweile muslimisch. In den Neuen Mittelschulen in Graz besuchen praktisch gleich viele Schüler den römisch-katholischen und den islamischen Religionsunterricht. Nicht ganz so „ausgeglichen“ ist es in den Grazer Volksschulen - 30 Prozent beträgt der Anteil der muslimischen Schüler.

Durchaus zugespitzt könnte man also sagen: Die steirischen Pflichtschulen sind auf dem Land katholisch und in Graz zunehmend muslimisch geprägt.

In Graz 53 Prozent mit fremder Muttersprache
Zurück zum heutigen Thema, dem Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in steirischen Pflichtschulen (siehe Bezirks-Grafik). Angemerkt sei deutlich: Wenn ein Kind eine andere Muttersprache als Deutsch hat, heißt das nicht automatisch, dass es kein oder sehr schlechtes Deutsch spricht. Unter Kindern mit Sprachförderbedarf sind auch deutsche Muttersprachler.

Mehr als jedes fünfte steirische Volksschulkind hat bereits eine andere Muttersprache als Deutsch. In Graz ist es mehr als die Hälfte der Volksschulkinder (53 Prozent), in den Neuen Mittelschulen mehr als jedes dritte Kind (39 Prozent). Annähernd mit Graz vergleichbare Zahlen gibt es sonst nur in den obersteirischen Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag.

Gerald Richter
Gerald Richter
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