17.05.2004 15:05 |

"Hurensohn"

Beckham spricht Spanisch und sieht rot

Nach einem Jahr bei Real Madrid hat David Beckham nur wenig Spanisch gelernt. Im Ligaspiel der "Königlichen" bei Real Murcia versuchte er es dann doch einmal mit der Sprache seiner Wahlheimat - und prompt bekam er die rote Karte. Beckham habe einen Linienrichter als "hijo de puta" (Hurensohn) bezeichnet, heißt es im Schiedsrichterbericht.
Beckhams Platzverweis bedeutete für dieMadrilenen am Sonntagabend in Murcia den Anfang vom Ende. Die"Galaktischen" verloren 1:2 (0:2) beim Tabellenletzten, der seitWochen als Absteiger feststeht. Es war ihre vierte Punktspielniederlagenacheinander. Eine solche Serie hatte es in der 102-jährigenClubgeschichte noch nicht gegeben.
 
Real nur noch auf Platz drei
Real fiel einen Spieltag vor Saisonschluss auf dendritten Platz der Primera División zurück. Damit müssendie Madrilenen wahrscheinlich im August die Qualifikation fürdie Champions League bestreiten und ihre geplante Welttourneedurch.Asien und die USA absagen.
 
Medien-Rüffel für Beckham
"Vom ruhmreichen Real blieb nur ein Trümmerhaufen",konstatierte das Sportblatt "Marca" am Montag. "Beckhams Verhaltenschreit zum Himmel. Wenn der Kapitän der englischen Nationalelffußballerisch schon nichts mehr zu bieten hat, sollte erwenigstens auf sein Image achten." Die Zeitung "El País"mutmaßt, dass die Partie in Murcia als Beckhams letztesSpiel im Real-Trikot in die Annalen eingehen könnte.
 
Camacho neuer Real-Coach?
Der "Untergang des weißen Imperiums" ("Sport")versetzte die Clubführung in Ratlosigkeit. "Ich habe fürall das keine Erklärung", gestand Manager Jorge Valdano ein."Wir können uns bei den Fans nur entschuldigen." TrainerCarlos Queiroz denkt nicht an einen Rücktritt, obwohl diePresse ihn verspottet und ihm vorhält, sein Amt nur den gutgebundenen Krawatten zu verdanken. Als Nachfolger wird JoséAntonio Camacho gehandelt.
Mittwoch, 23. Juni 2021
Wetter Symbol

Sportwetten