Fr, 22. Februar 2019
20.11.2018 17:33

Wegen Scheich-Deal

Ex-Boss Blatter: „Infantino missbraucht die FIFA“

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino scharf kritisiert. „Er hintergeht die eigenen Leute - und missbraucht das Vertrauen der FIFA. Und wo bleibt die von ihm immer wieder gepredigte Transparenz? Das geht doch nicht, als Präsident muss er Vertrauen aufbauen“, so Blatter im deutschen Magazin „Sport Bild“.

Hintergrund der Kritik ist Infantinos Plan, einem Konsortium aus dem arabischen Raum für 25 Milliarden Dollar nicht nur die Vermarktungsrechte für eine reformierte Klub-WM und eine neue globale Nations League, sondern auch für diverse andere FIFA-Lizenzrechte und künftige Wettbewerbe zu veräußern.

Konsequenzen
Dass Infantino als repräsentativer und nicht-operativer Präsident das 25-Milliarden-Dollar-Angebot selbst verhandle, aber dem FIFA-Rat keine Details verrate und Aufsichtsratschef des neuen Konsortiums werden solle, muss laut Blatter Konsequenzen haben: „Infantino ist Präsident der FIFA, man kann doch nicht eine zweite Organisation daneben schaffen, die Wettbewerbe verkauft! Das ist organisch und statuarisch gar nicht möglich.“

Blatter fordert Widerstand
Im Juni 2019 strebt Infantino auf dem Fifa-Kongress seine Wiederwahl an. Blatter fordert Widerstand: „Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass da nicht alles zum Guten steht. Aber zuerst muss man sich aufbäumen gegen solche Machenschaften. Das fehlt mir.“

Blatter selbst gesperrt
Blatter führte die FIFA von 1998 bis 2016. Wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung wurde er von der Ethikkommission des Weltverbandes für acht Jahre gesperrt. Ein Berufungsgericht reduzierte diese Sperre jedoch um zwei Jahre. Zu den aktuellen Vorgängen im Weltverband sagte der 82-Jährige: „Ich habe 41 Jahre lang die FIFA geprägt, was jetzt passiert, tut mir im Herzen weh.“

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