Do, 24. Jänner 2019

Debatte schadet!

11.11.2018 10:30

MCI-Neubau: Wird die Reißleine zum Galgenstrick?

Der Neubau des Managementcenters Innsbruck sorgt seit Wochen für heftige Debatten. Die politisch konstruierte Diskussion und die kolportierten, zum Teil hanebüchernen Zahlen schaden aber der Einrichtung, die einen Weltruf genießt, massiv! Es wird Zeit, dass man wieder mit Vernunft an die Sache herangeht. Bevor es zu spät ist!

Wer bietet mehr? Unter diesem Motto läuft aktuell die Debatte um den längst notwendigen Neubau des MCI (Management Center Innsbruck). Nachdem sich die Ressortzuständigkeit innerhalb der Landesregierung nach der Wahl geändert hat, wurde die Reißleine gezogen. Mit dem Argument, dass die Baukosten explodieren. Es wurde behauptet, dass der Neubau statt ursprünglich 80 Millionen nun 130 Millionen kosten würde. Seit Anfang der Woche liegt nun sogar ein neues „Angebot“ vor, nämlich 150 Millionen Euro.

Milchmädchen führt Regie
Woher diese Zahl stammt, weiß vermutlich nur ihr Erfinder! Und wer weiß, vielleicht kommt nächste Woche ein weiterer, selbst ernannter Experte daher und bietet gar 200 Millionen. Wie im Dorotheum: Wer bietet mehr? Je länger man die Diskussion verfolgt, desto mehr entsteht der Eindruck, dass hier das Milchmädchen Regie führt

Ruf des MCI steht am Spiel
Dabei vergessen die Verantwortlichen, dass die ganze Diskussion auf Kosten des MCI geht. Die unternehmerische Hochschule genießt Weltruf. Doch es entsteht immer mehr der Eindruck, dass man mit einer politisch motivierten und konstruierten Diskussion versucht, der Einrichtung zu schaden. Sonst würde man nicht behaupten, dass die Kosten von 80 auf 130 oder gar 150 Millionen explodiert sind. Man hat das Gefühl, dass die „Reißleinenzieher“ bewusst verschweigen, dass es sich bei den von der Landesregierung 2014 bewilligten Baukosten nicht um 80, sondern um 95 Millionen Euro handelte.  Also von wegen Kostenexplosion! Und dass man um 95 Millionen im Jahr 2021 oder 2022 nicht dasselbe bekommt wie 2014, leuchtet jedem ein, der nur einen Funken Ahnung von Wirtschaft hat.

Je länger man wartete, destot teurer wird es
Die Reißleine droht daher immer mehr zum Galgenstrick zu werden. Tatsache ist nämlich, dass sich die Baukosten mit jedem Jahr verteuern. Man darf von vier bis fünf Millionen pro Jahr ausgehen. Und wenn nun bereits an einer Regierungsvorlage für eine Neuausschreibung gebastelt wird - interessanterweise genau in dieser Woche, in der LH Günther Platter in Israel weilte -, dann sollte man sich das vor Augen halten. Auch das Damoklesschwert einer drohenden Klage sollte man beim Reißleinenziehen nicht vergessen: Klagen die Vertragsplaner, die bereits 2016 den Zuschlag erhalten haben, dann wird es richtig, aber wirklich richtig teuer! Das alles sollen die „Reißleinezieher“ bedenken, bevor sie sich nun unüberlegt in eine Neuausschreibung stürzen. Noch ist es nicht zu spät für eine vernünftige Lösung! Sonst wird am Ende des Tages die Reißleine tatsächlich zum Galgenstrick!

Markus Gassler
Markus Gassler

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
Erfreulicher Ausblick
Klirrende Kälte macht am Wochenende Pause
Österreich
„Gehören zu Aktivsten“
Jahresbilanz präsentiert: 12.611 Abschiebungen
Österreich
Drama in Wohnung
Gas ausgetreten: Ein Toter und ein Verletzter
Oberösterreich
Neun gesunde Welpen
Ausgesetzte Hündin ist Mama geworden
Tierecke
Top-Fahrt im Video
Kitz-Training: Reichelt top, Mayer im Glück
Wintersport
Drama um Kicker
Sala schon tot? Suche mit Flugzeug fortgesetzt
Fußball International
krone.at-Sportstudio
Alle Infos aus Kitzbühel und zum Drama um Vonn
Video Show Sport-Studio
Tirol Wetter
-6° / -2°
leichter Schneefall
-9° / -3°
stark bewölkt
-8° / -3°
leichter Schneefall
-8° / -2°
leichter Schneefall
-7° / 0°
heiter

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.