Schönreden sinnlos

Deutschland: Druck auf Teamchef wird immer größer!

Der deutsche Albtraum kennt kein Ende: Nach der Pleite bei der WM in Russland droht Abstieg in der Nations League. 0:3 in Niederlanden legte Schwächen schonungslos offen. Teamchef Löw stark angezählt. 

Der tiefe Fall des deutschen Nationalteams geht weiter: Das blamable Vorrunden-Aus bei der WM in Russland ist erst drei Monate her, da droht der erfolgsverwöhnten DFB-Auswahl in der Nations League nun das nächste K.o.: Nach dem 0:3 in den Niederlanden ist die Auswahl von Jogi Löw Gruppen-Letzter, droht der Abstieg aus der höchsten Liga.

Im Zentrum der Kritik steht Löw: Der weiter an der Weltmeister-Achse von 2014 festhält, Spieler wie  Manuel Neuer (32), Jérôme Boateng (30), Mats Hummels (29), Thomas Müller (29) und Toni Kroos (28) als gesetzt betrachtet. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht nur mit jungen Spielern geht“, sagte er.

Spieler weichen Trainerfrage aus
Die Spieler wichen der Thematik Löw aus. Zur Krisenlage gab es dagegen Klartext. „Schönreden bringt jetzt nichts mehr“, erklärte Joshua Kimmich. „So können wir nicht weitermachen“, mahnte Julian Draxler, der Kapitän des Confed-Cup-Teams, das 2017 für den letzten Glanzpunkt der Ära Löw sorgte. Der Weltmeister wartet In zwölf Jahren hat Löw nie höher verloren mit der DFB-Auswahl. Und nie zuvor unterlag Deutschland so hoch gegen den Nachbarn Niederlande.

Am Dienstag wartet bereits die nächste Aufgabe in der Nations League, geht’s im Stade de France in Paris gegen Weltmeister Frankreich. Fehlen wird Boateng, der am Sonntag wegen Wadenproblemen aus dem Teamhotel abreiste. „Wir müssen in Paris als Mannschaft Charakter zeigen“, fordert Löw. Fragen zu seiner Zukunft wich er aus: „Dafür bin ich der falsche Ansprechpartner.“  Angesprochen auf seine derzeit schlechteste Phase als DFB-Coach, gestand er: „Schwierig ist es schon.“ Er beklagte das Dauerproblem Chancenverwertung, den Ausfall von Marco Reus und Ilkay Gündoğan, den Zusammenbruch in der Endphase.

Fehlender Killerinstinkt
„Es hilft uns nichts, im Negativen rumzudümpeln“, sagte Neuer. Der Kapitän kritisierte den fehlenden „Killerinstinkt“. Aber dem Team fehlt mehr, vor allem Tempo, Stabilität, Spielwitz. Morgen in Paris droht die nächste Pleite.

Kronen Zeitung

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