Montag tagt Präsidium

Rapid: Um 19.21 Uhr war Djuricin Geschichte

Nach der 0:2-Pleite gegen St. Pölten handelte Rapid rasch, stellte den schwer gezeichneten Trainer Goran Djuricin frei. Am Montag tagt das Präsidium über den Nachfolger. Kapitän Stefan Schwab gesteht: „Wir haben dem Druck nicht mehr Stand gehalten.“

Mit Schlusspfiff um 18.51 Uhr war gestern klar: Die Ära von Goran Djuricin ist vorbei! Der Trainer umarmte auf dem Feld seine Spieler, tauschte mit dem einen oder anderen Wortfetzen aus, klatschte mit Gegenüber Didi Kühbauer ab und ging unter lautstarken „Gogo raus“-Rufen der Fans in die Kabine. 30 Minuten nach Spielende verkündete der Klub um 19.21 Uhr die Trennung. Nach 539 Tagen im Amt und 67 Pflichtspielen muss der 43-Jährige gehen!

Djuricin trat nicht mehr vor die Presse, an seiner Stelle gab Sportchef Fredy Bickel Antworten: „Wir haben nach dem Spiel ganz klar gespürt, dass jetzt die Reißleine gezogen werden muss. So schwer der Schritt auch fällt.“ Djuricin stimmte seiner Freistellung zu - nach den wüsten Anfeindungen der letzten Wochen auch für ihn eine Erlösung.

Wie es nun weiter geht? Vorerst leiten die Assistenten Martin Bernhard und Thomas Hickersberger das Training, Montag tagt das Präsidium über den Nachfolger. Bickel: „Dienstag wird man mehr wissen.“ Ob auch den Namen des neuen Trainers, ließ er offen. Gerüchte über mögliche Nachfolger kommentierte er nicht, sagte bloß: „Es wird jemand sein, der mit dieser speziellen Situation in Wien und mit diesem sensiblen, intelligenten Team umgehen kann."

„Tut uns leid für Djuricin“
Dietmar Kühbauer, ein möglicher Nachfolger, ging darauf am Samstag nicht ein - angefragt hat Rapid bei ihm noch nicht. Auch der Name Peter Stöger macht die Runde - er wartet laut eigenen Aussagen aber auf ein Auslands-Angebot. Das Team reagierte niedergeschlagen: „Es tut uns leid für Djuricin„, sagte Mario Sonnleitner. Kapitän Stefan Schwab gestand: “Wir haben dem Druck nicht mehr Stand gehalten."

Christian Reichel, Kronen-Zeitung

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