26.09.2018 13:36 |

„Krone“-Serie, Teil 4

Wohnbau-Initiativen für Jung und Alt

Startwohnungen für junge Burgenländer, NIederösterreich setzt auf Förderungen für ältere Menschen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. 

Von allen haben die Burgenländer am meisten Wohnfläche zur Verfügung: Durchschnittlich 53,6 Quadratmeter entfallen auf jeden Einwohner. Zum Vergleich: Einem Wiener stehen gerade einmal 36,7 Quadratmeter zur Verfügung. Für ihre Wohnung berappen die Burgenländer im Schnitt 444 Euro pro Monat. Auf das Gehalt gerechnet, entfallen 18,6 Prozent des Monatsnettoeinkommens im Burgenland bereits aufs Wohnen.

Teuerstes Pflaster ist Eisenstadt mit 10,40 Euro pro Quadratmeter bei Mietwohnungen und 2464,05 Euro pro Quadratmeter bei Baugrundstücken. Wer günstiger wohnen will, der mietet oder kauft am besten in Wörterberg, während es die billigsten Grundstückspreise in Jennersdorf gibt (siehe Grafik).

Für die Wohnbauförderung stehen heuer knapp 122 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem neuen Wohnbauförderungsgesetz, das erst kürzlich im Landtag beschlossen wurde, soll verstärkt die Schaffung von Wohnraum in bis dato nicht für Wohnzwecke genutzte Gebäude gefördert werden. Starterwohnungen

für junge BurgenländerJunge Burgenländer unterstützt das Land gezielt mit flächendeckenden Starterwohnungen. Das Prinzip: Pro Quadratmeter fallen fünf Euro Miete an, die Wohnungen können nicht ins Eigentum übergehen. Der Finanzierungsbeitrag fällt weg, stattdessen ist eine Kaution zu hinterlegen. Mit Stand Juni 2018 waren im Burgenland insgesamt 347 solcher Wohnungen fertiggestellt. Weitere 55 Wohnungen sind in Bau und 36 in Planung.

Mehr als das 3-Fache an Fördergeldern nimmt das bedeutend größere Niederösterreich heuer für den Wohnbau in die Hand, nämlich 401 Millionen Euro. Für ältere Menschen und jene mit besonderen Bedürfnissen wurde 2007 das Betreute Wohnen ins Leben gerufen. Aktuell werden 4500 solcher Wohneinheiten genutzt, 1500 sind noch in der Umsetzung. Wichtige Kriterien: Barrierefreiheit, Gemeinschaftsräume sowie ein Notrufsystem.

Im Gegenzug soll auch den Jungen in Sachen Förderung geholfen werden: mit dem sogenannten Jungen Wohnen. Der maximale Finanzierungsbeitrag liegt bei 4000 Euro, auch darf der Mieter nicht älter als 35 Jahre sein. Derzeit gibt es 15.000 Bewilligungen.

Die billigsten Mietpreise Niederösterreichs finden sich in Horn, bei Kaufpreisen ist Gmünd am günstigsten. Mödling hingegen kann richtig teuer werden - hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei Mietwohnungen bei 11,42 Euro.

Auf Initiative der Jungen Volkspartei (JVP) wird derzeit das zukunftsweisende Pilotprojekt „Flexi-Wohnen“ von der GEDESAG in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) umgesetzt.

Drei Personen im Alter von bis zu 30 Jahren leben - ähnlich einer WG - auf rund 80 bis 90 Quadratmetern bei einer Miete von rund 200 Euro zusammen. Der Vorteil gegenüber einer klassischen Wohnungsgemeinschaft ist die günstige Miete in Kombination mit der eigens vorgesehenen Wohnbauförderung. Geplante Fertigstellung ist bereits diesen Herbst.

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