Mi, 17. Oktober 2018

Nike mit Mega-Umsatz

26.09.2018 12:28

Werbung mit Trump-Kritiker lässt Kassen klingeln

Die umstrittene Werbekampagne mit dem Football-Spieler und Trump-Kritiker Colin Kaepernick (oben im Video sehen Sie einen Spot) macht sich für den weltgrößten Sportartikelhersteller Nike offenbar bezahlt. Im laufenden Quartal, in dem die Werbung mit dem früheren NFL-Star an den Start ging, werde der Umsatz voraussichtlich wie bereits in den Vorquartal in einer Größenordnung von 9 Prozent zulegen, teilte der Konzern am Dienstag mit.

„Wir haben in Nordamerika sogar schneller als wir erwartet haben wieder ein starkes, nachhaltiges Wachstum erreicht“, sagte Finanzchef Andrew Campion nach Vorlage der Zahlen. Die neue „Just Do It“-Werbekampagne habe starken Widerhall gefunden, betonte Nike-Chef Mark Parker.

Die Verpflichtung des von US-Präsident Donald Trump scharf kritisierten Football-Spielers als Werbeträger hatte Anleger zuletzt nervös gemacht. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers hatte 2016 eine landesweite Debatte ausgelöst, als er aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus gegen Afroamerikaner beim Erklingen der Nationalhymne im Stadion auf die Knie ging. Ihm schlossen sich weitere Spieler an. Die Praxis wurde von Trump wiederholt scharf kritisiert. Nach Bekanntgabe von Kaepernicks Werbetätigkeit bei Nike kam es im Internet zunächst zu Boykott-Aufrufen.

Nachforschungen von Thomson Reuters zufolge trieb die Kampagne die Verkäufe aber zeitweise um rund 60 Prozent nach oben. Analysten zufolge punktet Nike mit der Kampagne genau bei der Kern-Zielgruppe in den USA. Die Werbung mit Kaepernick stärke das respektlose und rebellische Image des Sportunternehmens, hatten einige Experten bereits vorausgesagt. Nike wirbt mit dem Zitat, „Glaube an etwas. Auch wenn es bedeutet, alles zu opfern.“ Der frühere NFL-Star hat keinen Vertrag mehr bei einer der 32 Mannschaften des Football-Verbandes NFL.

Im Ende August abgelaufenen ersten Geschäftsquartal trieb der auf rund zehn Milliarden Dollar gestiegene Umsatz auch den Gewinn um 15 Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar (934,02 Mio. Euro) nach oben. Nike-Aktien gerieten nach Börsenschluss dennoch zunächst unter Druck. Analysten zeigten sich unter anderem enttäuscht darüber, dass Nike trotz der erfolgreichen Werbekampagne die Prognosen für 2019 unverändert ließ.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Deutschland im Pech
Besiegelt eine Fehlentscheidung Löws Schicksal?
Fußball International
ÖFB -Team gegen Dänen
Strebinger und Schlager ragten heraus - die Noten!
Fußball International
Nach 0:2 in Dänemark
Teamchef Foda: „Wir hatten keine Zielstrebigkeit“
Fußball International
2:6 gegen Zürich Lions
Vienna Capitals in Champions Hockey League out!
Eishockey
Klare Niederlage
Das war nichts! Österreich in Dänemark chancenlos
Fußball International
1:2 beim Weltmeister
Deutschland verliert auch in Paris! Jogi, was nun?
Fußball International
Neymar & Co. siegen
Später Erfolg! Brasilien ringt Argentinien nieder
Fußball International
Spiele manipuliert?
Betrugs-Skandal in Belgien: U-Haft verlängert!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.